Zusammenfassung von Kraftwerken und Tagebauen soll Marktchancen sichern

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Mit Beginn des Monats April nimmt die "Rheinbraun Verstromungs AG" ihre Arbeit auf. Das Unternehmen entsteht aus der Zusammenfassung der bisher von der RWE Energie AG geführten Braunkohlen-Kraftwerke und des Service-Centers Braunkohle mit der "alten" Rheinbraun AG, die sich auf Braunkohlengewinnung und -verarbeitung konzentriert hatte. Ziel der Zusammenführung ist die Wahrung der Marktchancen des Braunkohlenstroms im liberalisierten Markt durch Nutzung von Synergieeffekten. Damit wird die Position der Braunkohle als wichtigster heimischer Energieträger mit herausragender Bedeutung für Wirtschaftskraft und Arbeitsmarkt langfristig gesichert. Der Name "Rheinbraun Verstromungs AG" ist dabei ein Arbeitstitel - er wird im Zuge der Neuordnung im RWE-Konzern in einigen Wochen durch die endgültige Firmenbezeichnung ersetzt. Bis dahin firmiert die Gesellschaft nach außen unter der eingeführten Bezeichnung Rheinbraun AG weiter.


Die Vorbereitungen zum operativen Start von Braunkohleneinheiten der RWE Energie AG und Rheinbraun unter einem Dach hatten im Februar begonnen, nachdem die zuständigen Gremien das Integrationskonzept zustimmend zur Kenntnis genommen hatten. Seither war in gemischten Projektgruppen von RWE Energie und Rheinbraun eine Startorganisation für die neue Gesellschaft erarbeitet worden. Wichtigstes Ziel dabei war, das laufende Geschäft auch in der neuen Konstellation reibungslos abzuwickeln. Das ist gewährleistet. Zu der neuen Gesellschaft gehören die Kraftwerksleistungseinheiten Frimmersdorf/Neurath, Niederaußem/Goldenbergwerk, Weisweiler sowie das Service-Center Braunkohle, in dem technische Dienstleistungen für die Kraftwerke gebündelt sind; die Tagebaue Garzweiler, Hambach/Bergheim und Inden, die Veredlungsbetriebe Ville/Berrenrath, Wachtberg und Fortuna-Nord sowie die zugehörigen Servicebetriebe und Verwaltungen. Die aktuelle Belegschaftszahl liegt bei rund 16 000 Mitarbeitern, davon rund 900 Auszubildende.

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