Geschichte

Zukunftspläne für zwei Berliner Baudenkmäler der Energieversorgung

In einer neuen Publikation hat der Berliner Energieversorger Bewag Umnutzungskonzepte für das Kraftwerk Steglitz und das Abspannwerk Scharnhorst veröffentlicht. Die innovativen Projektstudien sind in Zusammenarbeit mit Studenten der Technischen Fachhochschule entstanden, die eigene Nutzungsideen entwickelt haben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Berliner Energieversorger Bewag hat jetzt die Publikation "Elektropolis - Chancen & Visionen" veröffentlicht. Sie präsentiert Umnutzungskonzepte für das Kraftwerk Steglitz und das Abspannwerk Scharnhorst. Beide Berliner Baudenkmäler sind beeindruckende Zeugen der Industrialisierung und der Bewag-Geschichte.

In Zusammenarbeit mit Studenten der Technischen Fachhochschule Berlin sind nun innovative Projektstudien entstanden. Die Publikation veranschaulicht die Vielfalt möglicher Umnutzungskonzepte und zeigt ihr Realisierungspotenzial. Ziel ist dabei immer die Verbindung denkmalpflegerischen Erhaltes mit optimaler wirtschaftlicher Verwertung. Für das Abspannwerk Scharnhorst haben die Architekturexperten sieben verschiedene Nutzungsideen ausgearbeitet. Die Pläne reichen von einem Indoor Sport Center bis zu einem Jenseitsforum Bestattungshaus. Für das Heizkraftwerk Steglitz reich die verschiedene Nutzungskonzepte von einem Wissens- und Kulturzentrum bis zum multifunktionalen Einkaufs- und Freizeitkomplex. Mit Beiträgen von Hans Achim Grube, Jörg Haspel und Mara Pinardi gibt der Band außerdem Anregungen zur Diskussion über Zukunftsperspektiven historischer Industriearchitektur.

Daten: "Elektropolis - Chancen & Visionen", erschienen im Jovis Verlag, hrsg. von der Bewag AG, Berlin, 80 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 22 Euro, ISBN: 3-936314-00-4. Zu einer der Projektarbeiten ist ferner eine CD erschienen. Es handelt sich dabei um eine Visualisierung der Arbeit "Kraftwerk Steglitz/Kunst-Synergien" von Aram Münster.

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