87 Prozent aus herkömmlichen Quellen

Zukunftsenergien spielen nur geringe Rolle bei Versorgung

Nur drei Prozent der weltweit verbrauchten Energie stammen derzeit aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne oder Wasser. Das teilte das Institut der deutschen Wirtschaft heute mit. 87 Prozent der jährlich benötigten 15 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten stammen aus den herkömmlichen Energieträgern.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp/sm) - Alternative Energien spielen bei der Energieversorgung nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Donnerstag in Köln mitteilte, steuern Wind, Biomasse, Erdwärme, Solarenergie und Wasserkraft nur knapp drei Prozent zur weltweit verbrauchten Energie bei. In Deutschland sei der Anteil alternativer Energien mit 3,2 Prozent leicht überdurchschnittlich.

Mit 87 Prozent werde der weitaus überwiegende Teil der weltweit jährlich benötigten 15 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) von den herkömmlichen Energieträgern Kohle, Öl, Gas und Kernkraft abgedeckt. Rund zehn Prozent der Energie kommen aus der Verbrennung von Holz und Viehdung - eine den Angaben nach in vielen Entwicklungsländern aus der Armut geborene äußerst umweltschädliche Methode der Energieerzeugung.

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