Mittelfristig stagnierend

ZEW: Wirtschaftkrise beendet Anstieg der Energiepreise

Die aktuelle Rezession und die damit einhergehende rückläufige Industrieproduktion beenden nach einer Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vorläufig den Anstieg der Energiepreise in Deutschland.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mannheim (ddp.djn/sm) - Die Preise für Elektrizität, Rohöl und Kohle dürften im nächsten halben Jahr stagnieren, erklärte das ZEW am Mittwoch bei der Veröffentlichung seines "Energiemarktbarometers". Beim Erdgas werde der Preis bis zur Jahresmitte sogar sinken. Auf Sicht von fünf Jahren sei allerdings wieder mit anziehenden Preisen für Strom, Öl, Kohle und Gas zu rechnen.

Für das "Energiemarktbarometer" wurden Ende 2008 rund 200 Energieexperten aus Wissenschaft und Praxis befragt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Erde

    Revolutionierende Erfindungen: Nachhaltig und energiesparend

    Die industrielle Revolution hat neben Ihren zahlreichen technischen Fortschriften auch Probleme wie etwa Umweltverschmutzung mit sich gebracht. Doch zahlreiche Erfindungen der letzten Jahre zeigen, dass Neuheiten nicht mehr umweltbelastend sein müssen.

  • Ölförderung

    Studie sieht Öl- und Gasförderung drastisch zurückgehen

    Die Expertengruppe Energy Watch Group stellt sich in einer neuen Studie gegen die jüngsten Prognosen der IEA. Demzufolge werde die globale Öl- und Gasförderung schneller zurückgehen als gedacht. Deshalb sei bereits in fünf Jahren ein Spritpreis von über zwei Euro je Liter möglich. Fracking sieht die Gruppe nur als kurzfristige Lösung.

  • Hochspannungsleitung

    Womit werden deutsche Wohnungen warm?

    Immer mehr Hauseigentümer setzen auf eine Erdgasheizung. Dieser Trend aus den Vorjahren setzte sich auch 2005 ungebrochen fort. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW). Mit Öl heizen demnach noch 31 Prozent der deutschen Haushalte.

  • Strom sparen

    Russische Kältwelle gefährdet deutsche Versorgung nicht

    Angesichts der Kältewelle in Russland mit Minustemperaturen von bis zu 55 Grad müssen sich deutsche Verbraucher keine Sorgen um ihre Wärmeversorgung machen. Auch wenn Russland der größte deutsche Lieferant von Gas ist, mit etwa jeder zweite Haushalt geheizt wird, sehen sich die Versorgunger gut gerüstet.

  • Strompreise

    3sat: Geht uns die Energie aus, Herr Rauscher?

    Vattenfall-Chef Klaus Rauscher ist Gast in "Bühler Begegnungen", heute um 22.25 Uhr in 3sat. SWR Intendant Peter Voß diskutiert mit dem Juristen, der gerade zum "Energiemanager des Jahres 2005" gekürt worden ist, über die Frage: "Geht uns die Energie aus, Herr Rauscher?"

Top