Expertenumfrage

ZEW: Kostenbelastung durch Emissionshandel zunächst begrenzt

Mehr als 80 Prozent der für das am Donnerstag veröffentlichte ZEW-Energiebarometer befragten Experten gehen davon aus, dass zum Start der Preis pro Tonne Emission von Kohlendioxid unter zehn Euro liegen wird. Etwa 31 Prozent der Experten rechnen mit einem Preis von unter fünf Euro je Tonne.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Mannheim (ddp/sm) - Der ab Januar 2005 beginnende EU-weite Handel mit Emissionsrechten wird nach Einschätzung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nur wenige deutsche Unternehmen wirklich teuer zu stehen kommen.

Mehr als 80 Prozent der für das am Donnerstag veröffentlichte ZEW-Energiebarometer befragten Experten gehen davon aus, dass zum Start der Preis pro Tonne Emission von Kohlendioxid unter zehn Euro liegen wird. Etwa 31 Prozent der Experten rechnen mit einem Preis von unter fünf Euro je Tonne.

Damit dürfte sich die Kostenbelastung für die große Mehrzahl der Betriebe zunächst in Grenzen halten, folgert das ZEW. Dies gelte um so mehr, als den Unternehmen in Deutschland die Emissionsrechte im Umfang von 98 Prozent des durchschnittlichen Ausstoßes von 2000 bis 2002 kostenlos zugeteilt wurden.

Für Anfang 2008, wenn die zweite Phase des Emissionshandels beginnt, liegen die Preiserwartungen allerdings höher. Hier rechnen nur noch rund 47 Prozent der Energiemarktexperten mit einem Preis unter zehn Euro pro Tonne. Etwa 37 Prozent sehen den Preis zwischen zehn und zwanzig Euro, 16 Prozent über 20 Euro.

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