Energiemarktbarometer

ZEW: Investitionsbereitschaft in Kraftwerke gestiegen

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim befragt halbjährlich etwa 200 Experten nach deren Erwartungen bezüglich der Entwicklung an den nationalen und internationalen Energiemärkten. Das aktuelle Energiemarkt-baromenter zeigt indes eine gestiegene Investitionsbereitschaft in neue Kraftwerke.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Die Investitionsbereitschaft in neue Kraftwerke ist in den vergangenen eineinhalb Jahren gestiegen. Investitionen in neue und bestehende Netze werden dagegen weniger attraktiv eingeschätzt. Die Chancen für neue Stromvertriebsgesellschaften dürften sich in Deutschland durch die bevorstehende Regulierung der Stromnetzentgelte verbessern. Zu diesen Einschätzungen kommt das Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

Die halbjährliche Umfrage unter mehr als 200 Experten aus Wissenschaft, Energieversorgungs-, Energiehandels- und Energiedienstleistungsunternehmen spiegelt deren Erwartungen bezüglich der Entwicklung an den nationalen und internationalen Energiemärkten wider. Aktuell sehen mit 64 Prozent etwa zwei Drittel der Befragten die Investitionsbereitschaft in neue Kraftwerke als ausreichend an, die restlichen 36 Prozent halten die Investitionsbereitschaft für unzureichend. Damit sind die Experten optimistischer als noch vor eineinhalb Jahren.

Die Investitionsbereitschaft in bestehende Stromnetze hält laut Umfrage zwar eine knappe Mehrheit von 53 Prozent für ausreichend, doch teilen diese Auffassung für die Investitionsbereitschaft in neue Stromnetze nur 40 Prozent. Sowohl für neue als auch für bestehende Netze schätzen die Experten somit die Investitionsbereitschaft schwächer ein als noch vor eineinhalb Jahren.

Für neue Stromvertriebsgesellschaften erwarten etwa 49 Prozent der Befragten verbesserte Chancen durch die bevorstehende Regulierung der Stromnetzentgelte. Etwa 46 Prozent der Experten rechnen damit, dass die Situation durch den neuen Regulator unverändert bleibt, und fünf Prozent befürchten schlechtere Bedingungen für neue Anbieter.

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