EEG-Novelle im Vermittlungsausschuss

Zeitung: Windschwache Standorte werden nicht mehr gefördert

Einem Zeitungsbericht der Tageszeitung "Die Welt" zufolge, hat sich der Vermittlungsausschuss darauf geeinigt, Windkraftanlagen an besonders windschwachen Standorten im Binnenland nicht mehr zu fördern. Gleichzeitig soll die Förderdauer bei besonders effizienten Anlagen verlängert werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Windkraftanlagen an besonders windschwachen Standorten im Binnenland sollen angeblich künftig keinerlei Förderung mehr erhalten. Darauf hätten sich die Arbeitsgruppen im Vermittlungsausschuss zur Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) geeinigt, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe).

Auf Verlangen der Union erhielten nur noch solche Anlagen Geld, deren Ertrag mindestens 60 Prozent über einem vorgegebenen Referenzwert liegt. Gleichzeitig solle die Förderdauer bei besonders effizienten Anlagen jedoch verlängert werden, schreibt die Zeitung weiter.

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