0,7-0,75 Cent

Zeitung: Thoben kürzt RWE die Preiserhöhung um 25 Prozent

Die 2,8 Millionen Stromkunden von RWE in Nordrhein-Westfalen werden im kommenden Jahr mehr für ihren Strom zahlen müssen. Wie viel mehr es sein wird, ist noch nicht ganz klar. Informationen der "Rheinischen Post" zufolge, hat NRW-Ministerin Thoben die eingereichte Erhöhung um 25 Prozent gekürzt.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) wird in ihrer Funktion als Energieaufseherin die Preisanträge von RWE angeblich um 25 Prozent kürzen. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) dürfen die regionalen RWE-Versorger die Haushalte, Landwirte und Gewerbetreibenden im Lande nur mit 0,7 bis 0,75 Cent mehr pro Kilowattstunde zur Kasse bitten. Tatsächlich habe RWE Strompreiserhöhungen von etwa einem Cent pro Kilowattstunde beantragt.

Die Strompreiserhöhungen, die ab dem 1. Januar für etwa 2,8 Millionen Kunden in NRW gelten sollen, betrügen also nicht durchschnittlich knapp sechs Prozent, sondern lägen bei 4,5 Prozent, schreibt das Blatt.

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