Fusion

Zeitung: RWE will Vertriebsgesellschaften bündeln

RWE plant mittelfristig offenbar die Bündelung seiner Vertriebsgesellschaften. Den Anfang machten die beiden größten Regionalgesellschaften Weser Ems und Rhein Ruhr, berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Die Fusion unter dem Dach der Vertriebstochter RWE Energy soll bereits Ende des Jahres eingeleitet werden.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-nrw/AFP/sm) - Später sollen dem Bericht zufolge dann das ostdeutsche Unternehmen enviaM oder die kelag aus Klagenfurt folgen. Lediglich der Betrieb der Transportnetze soll aus der Zwischenholding herausgelöst und direkt der Konzernspitze unterstellt werden. Mit der Umstrukturierung wolle DAX-Konzern der Bundesregierung sowie der EU entgegenkommen, die eine Trennung von Transportnetz und Vertriebsaktivitäten gefordert hatte.

Ein RWE-Sprecher bestätigte der Zeitung auf Anfrage lediglich, der Konzern überprüfe derzeit seine "Netz- und Vertriebsstrukturen". Auch Deutschlands größter Energieversorger E.ON hatte im August angekündigt, sechs seiner sieben Regionalgesellschaften bündeln zu wollen. Damit will der Konzern Geld einsparen und bis zu 1800 Stellen im Vertrieb streichen.

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