Finanzierung fraglich

Zeitung: RWE Atomkraftwerk in Bulgarien droht zu scheitern

Der geplante Bau des Atomkraftwerkes in Belene (Bulgarien) steht offenbar auf der Kippe. Die bulgarische Regierung habe Schwierigkeiten, den Eigenanteil von 51 Prozent zu finanzieren, wie die Zeitung "Die Welt" am Montag berichtete. RWE habe sich bereit erklärt, 49 Prozent an dem Meiler zu finanzieren.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (red) - Die französische Bank BNP Paribas sollte im Sommer 2008 im Auftrag des staatlichen bulgarischen Energieversorger NEK ein Konsortium zur Finanzierung des bulgarischen Eigenanteils zusammenzustellen. Die Bank habe aktuell jedoch Schwierigkeiten, genügend Geldgeber zu finden. BNP Paribas wolle nun zwar weiter das Konsortium zusammenstellen, selbst aber kein Geld geben.

Bulgarien versucht nun laut der Zeitung, in Russland Geld aufzutreiben. Der russische Konzern Atomstrojexport soll Generalunternehmer des Kernkraftwerkbaus werden.

Innerhalb des RWE-Aufsichtsrates ist das Atomkraftwerk äußerst umstritten, da es mitten in einem Erdbebebgebiet liegt.

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