Im Neubau

Zeitung: Rot-Rot will Solaranlagen in Berlin zur Pflicht machen

Geht es nach SPD und Linkspartei.PDS soll in Berlin der Einbau von Solaranlagen zur Warmwasserversorgung in allen neuen Häusern und auch bei sanierten Altbauten zur Pflicht werden. Eine Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung sagte allerdings, dass wegen fehlender Mittel nicht alles Wünschenswerte möglich sei.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-bln/sm) - Wegen explodierender Öl- und Gaspreise drängen die Berliner Regierungsfraktionen SPD und Linkspartei.PDS den Senat zu schnellen Maßnahmen beim Energiesparen. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) fordern sie, dass der Einbau von Solaranlagen zur Warmwasserversorgung in allen neuen Miets- und Einfamilienhäusern zur Pflicht wird. Die Regelung solle auch für Altbauten gelten, wenn sie saniert werden.

Ein Drittel des Berliner Warmwasserbedarfs könne so langfristig mit Sonnenenergie gedeckt werden, sagte SPD-Umweltexperte Holger Rogall der Zeitung. Außerdem solle der Senat bei öffentlichen Gebäuden und in städtischen Wohnungsbaugesellschaften dafür sorgen, dass Häuser bei der Sanierung eine Wärmedämmung möglichst nach dem Niedrigenergiehaus-Standard erhalten. Zwar würden die Kosten auf die Miete umgelegt, allerdings könnten die Mieter mittelfristig sparen.

Zugleich sieht der Antrag der Fraktionen vor, dass Verwaltungen nur noch die energiesparendsten Produkte kaufen, auch wenn diese zunächst teurer sind. Die Investitionen würden sich in einigen Jahren rechnen, sagte der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz. Dagegen betonte die Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung, Manuela Damianakis, dass wegen fehlender Mittel nicht alles Wünschenswerte möglich sei.

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