Elektromobilität

Zeitung: Regierung streitet über Förderung von E-Autos

In der Bundesregierung gibt es laut einem Zeitungsbericht einen Streit über die Förderung von Elektroautos. Das Bundesfinanzministerium verhindere, dass der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität wie geplant am 5. August vom Kabinett verabschiedet werde, berichtete die "Financial Times Deutschland".

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - Der Plan sieht auch finanzielle Hilfen beim Kauf eine Elektroautos vor. Das Bundesumweltministerium wolle die ersten 100.000 E-Autos mit jeweils 5000 Euro fördern. Dies würde die Mehrkosten gegenüber herkömmlichen Autos annähernd ausgleichen, so das Blatt weiter.

Abspracheprozess läuft noch

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, es sei noch nichts entschieden. Das Abstimmungsverfahren mit dem Bundesumweltministerium laufe noch. Gleichzeitig verwies der Sprecher darauf, dass im Rahmen des Konjunkturpakets II bereits 500 Millionen Euro in den Elektrobereich geflossen und die finanziellen Ressourcen des Bundes begrenzt seien.

Bis 2020 eine Million E-Autos

Laut "FTD" soll mit dem sogenannten Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität erreicht werden, dass Deutschland bis zum Jahr 2020 weltweit "Leitmarkt für Elektromobilität" wird. Bis 2020 sollen demnach eine Million Elektroautos fahren und Ballungsräume über eine flächendeckende Infrastruktur zum Laden der Batterien verfügen. Fernziel sei, dass im Jahr 2050 der Verkehr in den Städten überwiegend ohne fossile Brennstoffe abläuft.

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