Verwaltungsrat

Zeitung: Prominenz an Schröders Seite

Wie die "Berliner Zeitung" erfahren hat, wird Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht unbekannte Kollegen im Verwaltungsrat der Betreibergesellschaft der geplanten Ostsee-Pipeline bekommen: Alexander Medwedjew, Burkhard Bergmann und Rainer Seele.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Dem Verwaltungsrat der Betreibergesellschaft der geplanten Ostsee-Pipeline sollen nach Informationen der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) insgesamt acht Personen angehören. Vier davon, darunter Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) als künftiger Vorsitzender des Gremiums, stelle die russische Gasprom. Je zwei Sitze entfielen auf die deutschen Konzerne E.ON und BASF, die zusammen 49 Prozent der NEGP-Anteile halten, schreibt das Blatt.

Sowohl Gasprom als auch die beiden deutschen Unternehmen sollten Schröder prominente Vertreter an die Seite stellen. Für Gasprom sei der stellvertretende Vorstandschef Alexander Medwedjew im Gespräch, für den E.ON-Konzern Ruhrgas-Chef Burkhard Bergmann und für die BASF-Gastochter Wintershall deren Vorstandsmitglied Rainer Seele.

Einen Termin für die konstituierende Sitzung des Gremiums gebe es bislang nicht, betont das Blatt. Wenig wahrscheinlich sei somit, dass der Verwaltungsrat noch in diesem Jahr zusammentrete und so die Voraussetzung dafür schaffe, dass bereits für das laufende Jahr Honorarzahlungen an die Gremienmitglieder fällig würden.

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