Kein positiver Effekt

Zeitung: IWH warnt vor Förderung der Windenergie

Die Förderung der Windenergie steht derzeit kräftig im Sturm: Neben dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", das in dieser Woche vom "Windmühlen Wahn" berichtet, zitiert auch die FAZ aus einem unveröffentlichten Gutachten, das dem neuen EEG keinen "positiven Effekt auf die Beschäftigungslage" attestiert.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - Das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG), das der Bundestag am kommenden Freitag beschließen soll, hat eimen Zeitungsbericht zufolge auch nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) keinen positiven Effekt auf die Beschäftigungslage.

Die geplante Regelung berge vielmehr die Gefahr, langfristig Entwicklungsmöglichkeiten von Produktion und Beschäftigung zu beeinträchtigen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe) unter Berufung auf eine bisher unveröffentlichte Untersuchung des IWH für Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD).

"Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, daß die Förderung erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2010 zu keiner spürbaren Entlastung des Arbeitsmarktes beiträgt", zitiert die Zeitung aus dem Papier. Wie andere wissenschaftliche Gutachter zuvor bemängele auch das IWH die mangelnde ökologische Steuerungswirkung des EEG gegenüber anderen Steuerungsmöglichkeiten wie dem ab 2005 geplanten Emissionshandel. Die Ergebnisse stünden damit im Widerspruch zu Aussagen von Befürwortern der Förderung regenerativer Energien, schreibt die Zeitung.

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