Kostenschub

Zeitung: Gaspipeline Nordstream wird deutlich teurer

Nur wenige Tage nach dem offiziellen Baustart für die neue Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland wird einem Zeitungsbericht zufolge ein Kostenschub für das Projekt bekannt. Die höhere Summe soll bereits vom Betreiberkonsortium bestätigt worden sein.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

München (ddp/red) - Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf die Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion berichtet, soll die mehr als 1200 Kilometer lange Trasse der Ostsee Pipeline 8,8 Milliarden Euro kosten und damit 1,4 Milliarden mehr als bislang bekannt.

"Die Kosten werden von der Betreibergesellschaft auf 8,8 Milliarden Euro geschätzt", zitiert die Zeitung Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann aus der Antwort auf die Anfrage der Grünen. Das Betreiberkonsortium, an dem der russische Gaskonzern Gazprom und Töchter der deutschen Unternehmen E.ON und BASF beteiligt sind, hatte die Investitionen bislang lediglich auf 7,4 Milliarden Euro beziffert. Nord Stream habe die Summe bestätigt, schreibt die Zeitung. Die Kosten seien auf die teurere Kapitalbeschaffung aufgrund der Finanzkrise zurückzuführen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom- und Gaspreise

    Opec: Krisen treiben Energiepreise in die Höhe

    Die Energiepreise werden laut Opec insgesamt teurer werden. Die Kämpfe im Irak und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben sich bereits auf die internationalen Ölpreise ausgewirkt. Die USA konnte indessen durch das umstrittene Fracking die Versorgung aus eigenen Quellen steigern.

  • Gasvergleich

    Nord Stream prüft Gaspipeline auf Ausbau

    Die Ostseepipeline, die bereits seit 2011 Deutschland mit Gas aus Russland versorgt, erhält möglicherweise eine Erweiterung. Derzeit soll eine Studie durchgeführt werden, die die Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau untersucht. Eine zweite Pipeline des Unternehmens Nord Stream wird Ende des Jahres in Betrieb genommen.

  • Strom sparen

    Bau der Ostseepipeline offiziell gestartet

    Mit einem Festakt ist am Freitag bei Wyborg in Russland der offizielle Start für den Bau der deutsch-russischen Ostseepipeline gefeiert worden. Vor rund 200 geladenen Gästen würdigte Russlands Präsident Medwedew das Gemeinschaftsprojekt als Zeichen einer neuen Qualität der Beziehungen zwischen Westeuropa und Russland.

  • Stromnetz Ausbau

    Oettinger fürchtet durch Ostseepipeline keine höheren Gaspreise

    EU-Energiekommissar Günter Oettinger rechnet nicht mit höheren Gaspreisen infolge der Milliardenbaukosten für die Ostseepipeline. Die Pipeline sei gut kalkuliert, sagte der CDU-Politiker am Freitag im Deutschlandfunk. Der Gaspreis werde in den kommenden Jahren vielmehr von der Konjunktur und den Märkten abhängig sein.

  • Energieversorung

    Ostseepipeline: Nord Stream korrigiert Baupläne

    Am Freitag soll es losgehen mit einem offiziellen Festakt: Die sogenannte Ostsee-Pipeline soll von der russischen Stadt Wyborg an die deutsche Ostseeküste bei Greifswald führen. Inzwischen hat der Betreiber Nord Stream aber noch einige Korrekturen an den Bauplänen vorgenommen.

Top