Finanzkrise

Zeitung: EnBW will Ost-Beteiligungen zu Geld machen

Um seine prekäre finanzielle Situation zu verbessern, plant der Energiekonzern EnBW Beteiligungen an verschiedenen Stromversorgern im Osten Deutschlands zu verkaufen. Das berichtet zumindest die FAZ heute, EnBW selbst hat das noch nicht kommentiert. Am interessantesten dürften 50,3 Prozent an der Esag sein.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Einem unbestätigten Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge, will der in Finanznot geratene Energiekonzern EnBW seine Ostbeteiligungen verkaufen. Es geht dabei u.a. um Anteile an der Energieversorgung Sachsen Ost (Esag).

Wie die Zeitung weiter schreibt, soll durch die Unternehmensverkäufe die Finanzsituation verbessert werden. Neben der 50,3-prozentigen Beteiligung an der Esag, für die sich laut FAZ Vattenfall interessiert, hält die EnBW zudem Anteile an den Regionalversorgern in Bautzen, Meißen und Zittau. Außerdem stehen wohl Beteiligungen an der Gasversorgung Sachsen Ost und an den Stadtwerken Elbtal zur Disposition.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Tarifrechner

    RWE und Vattenfall kündigen höhere Strompreise an

    Das Preiskarussell dreht sich munter weiter: Jetzt haben auch die großen Versorger RWE und Vattenfall angekündigt, im kommenden Jahr die Strompreise zu erhöhen. RWE hält sich mit Details noch bedeckt, bei Vattenfall steht jetzt fest, dass die Kunden die höchste Preissteigerung verkraften müssen, die es für Kunden des Konzerns in Deutschland jemals gab.

  • Strom sparen

    Italien ohne Strom: 57 Millionen Menschen von Blackout betroffen

    Binnen nur sechs Wochen ist es gestern zum weltweit vierten spektakulären Stromausfall gekommen: In Italien saßen 57 Millionen Menschen im Dunklen. In Deutschland sei ein ähnliches Szenario nicht denkbar, heißt es nach wie vor - doch werden künftige Investitionen in Kraftwerke und Leitungen immer wichtiger. Auch potenzielle Terroranschläge werden bereits erörtert.

  • Stromtarife

    Vattenfall-Chef macht Investitionen und Versorgungssicherheit von Sozialreformen abhängig

    Der "immense Investitionsaufwand" beim Bau neuer Kraftwerke könne Versorger bei Rezessionen in eine bedrohliche Lagen bringen, sagte der Chef des schwedischen Stromkonzerns Lars G. Josefsson in der "ZEIT" (Ausgabe von morgen). Es liege daher "im vitalen Interesse" von Vattenfall, dass "gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilität" herrsche.

  • Stromtarife

    ESAG mit positivem Jahresabschluss

    Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die ESAG Energieversorgung Sachsen Ost AG einen Jahresüberschuss von 36 Millionen Euro. Vom Bilanzgewinn von 49,6 Millionen Euro (2001: 43 Millionen Euro) werden 36 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet. Die Stromlieferungen an Kunden konnten um zwölf Prozent erhöht werden.

Top