Wegen Solidaritätsbekundung

Zeitung: EnBW-Betriebsrat stürzt seinen Vorsitzenden

Wie die "Stuttgarter Nachrichten" von heute unter Berufung auf Arbeitnehmerkreise berichten, sprach der Arbeitskreis Energie, der als inoffizieller Betriebsrat des Karlsruher Energiekonzerns fungiert, seinem Vorsitzenden Peter Neubrand wegen eigenmächtiger Solidaritätsbekunungen das Misstrauen aus.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart/Karlsruhe (ddp/sm) - Der Betriebsratsvorsitzende der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Peter Neubrand, muss wegen einer eigenmächtigen Solidaritätsbekundung für den Konzernchef Utz Claassen offenbar sein Amt räumen.

Wie die "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Arbeitnehmerkreise berichten, sprach der Arbeitskreis Energie, der als inoffizieller Betriebsrat des Karlsruher Energiekonzerns fungiere, Neubrand mit großer Mehrheit das Misstrauen aus. Einen Nachfolger gebe es bislang noch nicht.

Dem Zeitungsbericht zufolge wurde Neubrand in einer Sitzung des Arbeitskreises am Montag mit schweren Vorwürfen wegen seiner Äußerungen zu Gunsten von Claassen konfrontiert. Bei einer Abstimmung über ein Misstrauensvotum habe er dann eine "deutliche Niederlage" erlitten.

Der EnBW-Betriebsratsvorsitzende war in die Kritik geraten, weil er in einer Auseinandersetzung zwischen Claassen und dem CDU-Kommunalpolitiker Andreas Renner im Alleingang für Claassen Stellung bezogen hatte. Renner hatte Claassen als "Rambo" bezeichnet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    Zeitung: Entlassener EnBW-Reaktorchef kritisierte Kraftwerks-Sicherheit

    Wie die "Stuttgarter Zeitung" heute berichtet, gibt es bei der Entlassung des Atomexperten Eberhard Grauf als Chef des zweiten Reaktorblocks im EnBW-Kernkraftwerk Neckarwestheim Ungereimtheiten. Interne Dokumente belegen, dass Grauf vor seiner Entlassung die Sicherheit der Kernkraftwerke massiv kritisiert hat.

Top