Zuversicht

Zeitung: Einigung über strittige Gaspreiserhöhungen in Sicht

Die Kartellbehörde in Brandenburg ist zuversichtlich, im Sinne der Gaskunden in den nächsten Tagen eine Einigung mit den heimischen Gasversorgern erzielen zu können. Wie der "Tagesspiegel am Sonntag" berichtet, sind mehrere Versorger bereit, die Gaspreiserhöhungen zumindest teilweise zurückzunehmen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp-lbg/sm) - Gaskunden in Brandenburg können womöglich aufatmen. Nach Angaben des "Tagesspiegel am Sonntag" sind mehrere Versorger des Landes bereit, ihre Preiserhöhungen zumindest teilweise zurückzunehmen. Die von der Landeskartellbehörde mit den Versorgern geführten Mediationsgespräche stünden offenbar kurz vor dem Abschluss.

Mit den meisten Unternehmen seien die Gespräche bereits beendet, berichtet die Zeitung unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium, zu dem die Kartellbehörde gehört. Nur eine Handvoll seien noch offen. "Wir sind guter Dinge, dass wir bald zu einer Einigung kommen", hieß es demnach im Ministerium. Der Abschluss der Gespräche werde "mit Sicherheit im Sinne der Verbraucher" sein. Über konkrete Zahlen könne man aber noch nicht sprechen.

Die Wettbewerbshüter in Brandenburg hatten mit 29 Stadtwerken und vier überregionalen Gasversorgern Verhandlungen aufgenommen, um die Unternehmen zu einer Kürzung von Preiserhöhungen zu bewegen. Ziel der Gespräche war es, die Einleitung eines förmlichen Kartellverfahrens zu verhindern. Zu Beginn des Jahres hatten einzelne Versorger wie die EWE oder die Stadtwerke Brandenburg/Havel Tarifsteigerungen von bis zu 14 Prozent angekündigt.

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