Sommerzeit

Zeitumstellung beeinflusst den Energieverbrauch kaum

In der Nacht vom 24. auf den 25. März 2012 ist es wieder soweit: Um 2 Uhr wird die Winterzeit um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt. Diese Regelung existiert, mit einigen Unterbrechungen, bereits seit dem ersten Weltkrieg. Ursprünglich sollte es helfen, Energie zu sparen - ursprünglich.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Herten (red) - Seit 1980 ist die Sommerzeit dauerhaft bundesweit etabliert. Ziel der Zeitumstellung war es, das Tageslicht optimal nutzen zu können und dadurch Strom- und Heizkosten zu senken. Allerdings wird durch aktuelle Studien belegt, dass die Energieeinsparung durch die Zeitumstellung nur unwesentlich gefördert wird.

Energieverbrauch sinkt nicht sonderlich

Statt auf die Zeitumstellung als Energiesparfaktor zu setzen, sollten Verbraucher ihr Verhalten besser dauerhaft umstellen, so der Hinweis der Hertener Stadtwerke. Denn der Einsatz von Energiesparlampen hilft zum Beispiel viel besser gegen die hohe Stromrechnung als die Sommerzeit.

Den Biorhythmus überlisten

Auf den Biorhythmus hat die Umstellung auf die Sommerzeit hingegen viel größere Auswirkungen als auf den Energieverbrauch: Besonders bei Langschläfern halten sich die Freudensprünge in Grenzen, wenn eine Stunde "gestohlen" wird. Man kann sich die Umgewöhnung erleichtern, indem man am Samstag eine halbe Stunde früher ins Bett geht als sonst. Am nächsten Morgen kann der Wecker dann schon eine halbe Stunde früher klingeln. Wer keinen Zeitdruck hat, kann das Tageslicht als natürlichen Wachmacher nutzen und Rollläden mal ungenutzt lassen.

Deutschland könnte nicht ausscheren

Die Zeitumstellung erfolgt in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie weiteren Nachbarstaaten. Für die EU-Mitgliedstaaten ist sie durch europäische Regelungen vorgegeben, deshalb könnte Deutschland nicht einfach beschließen, die Sommerzeit abzuschaffen. Sie gilt bis zur nächsten Zeitumstellung am 28. Oktober 2012.

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