Keine unnötige Belastung

Zeil kritisiert geplante Strompreiserhöhung durch E.ON

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) kritisiert die angekündigte Strompreiserhöhung von E.ON Bayern. Er appellierte an die Energieversorger, mit Blick auf die konjunkturelle Lage ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und Verbraucher nicht unnötig zu belasten.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp-bay/sm) - "Mehr Kaufkraft beim Bürger kommt der Wirtschaft und damit letztlich jedem Unternehmen zugute", betonte Zeil. Die Versorger sollten daher ihre unternehmerischen Spielräume in der aktuellen Finanzmarktkrise entsprechend nutzen.

Der Minister mahnte, die Energieversorgung in Bayern müsse nicht nur sicher und klimafreundlich, sondern auch bezahlbar bleiben. Andernfalls seien wirtschaftlicher Wohlstand und Beschäftigung in Bayern gefährdet. Die Verbraucher forderte Zeil auf, ihre Marktmacht unter Beweis zu stellen und den Wechsel des Stromanbieters sorgfältig zu prüfen. Zeil. Nur wenn der Verbraucher sein Wahlrecht beim Anbieter tatsächlich nutzte, finde echter Wettbewerb auf dem Verteilermarkt statt.

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