Trend zur Kleinfamilie

Zehn Prozent mehr private Stromkunden

Die Gruppe der Haushaltskunden bezieht mehr Strom, doch geht der Stromverbrauch je Einzelkunde stetig zurück - ein Zeichen ausgeprägten Energiebewusstseins.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Die deutschen Stromversorger spüren den Trend zu kleineren Haushalten und die steigende Zahl der Zweitwohnungen: Seit 1991 wuchs die Gruppe der Haushaltskunden um zehn Prozent auf 39 Millionen. Vor zehn Jahren waren es noch 35,5 Millionen gewesen, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) berichtet.

Ihren Haushaltskunden lieferten die Stromversorger im vergangenen Jahr rund 131 Milliarden Kilowattstunden - laut VDEW gut sieben Prozent mehr als 1991. Damit sind die privaten Haushalte zweitgrößer Stromabnehmer hinter der Industrie, die im Jahr 2000 213 Milliarden Kilowattstunden ankaufte. Das sind 45 Prozent des gesamten Absatzes.

Der Stromverbrauch je Haushaltskunde sei dagegen um rund zwei Prozent von 3450 auf 3370 Kilowattstunden im Zehnjahresvergleich zurückgegangen - und das, obwohl die Ausstattung mit Haushaltsgeräten sowie mit Computern und Unterhaltungselektronik zugenommen habe. Dies, so der VDEW, sei ein deutlicher Hinweis auf den Einsatz sparsamer Technik und das ausgeprägte Energiebewusstsein der Verbraucher.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Talfahrt bei RWE und Eon: Gibt es noch Lichtblicke?

    Die beiden Stromriesen RWE und Eon stecken in der Klemme. Beim Umstieg auf erneuerbare Energien hinken beide Firmen hinterher. Werden das bald die Stromkunden mit steigenden Preisen ausbaden müssen?

  • Stromkosten

    Standby von Eletronik kostet Haushalte rund 115 Euro im Jahr

    Elektronik-Geräte, die im Standby-Modus weiterlaufen, fressen Strom und verursachen damit auch Kosten. Im Jahr sind das einer aktuellen Untersuchung zufolge rund 115 Euro. Das beste, was Verbraucher tun können, um diesen Kosten zu entgehen, ist den Stecker zu ziehen.

  • Hochspannungsleitung

    Mineralölwirtschaft kaufte im vergangenen Jahr mehr Strom

    Während die Mineralölwirtschaft etwa 15 Prozent mehr Strom im vergangenen Jahr verbrauchte, ging der Stromverbrauch des Bergbaus um 16 Prozent zurück. Insgesamt benötigte die deutsche Industrie 235,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr 2000.

  • Strom sparen

    HEW: "Wir malen unseren Strom nicht an"

    Dr. Manfred Timm, gestern Mittag noch Vorstandssprecher der HEW, zeigte sich im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung ob der Bilanz des Jahres 2000 zufrieden: "Wir entwickeln uns zu einer schlagkräftigen Größe auf dem europäischen Strommarkt".

  • Energieversorung

    Konsens zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung

    Gestern haben Energiewirtschaft und Bundesregierung die Vereinbarung zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung unterzeichnet. Wir veröffentlichen das Schriftstück in der Originalversion.

Top