680 000 Megawatt

Zehn EU-Beitrittsstaaten: Kraftwerksstandort EU wird größer

Die zehn neuen EU-Länder bringen insgesamt eine Kraftwerkskapazität von 75 000 Megawatt in die Europäische Union ein. Damit wächst die EU-Kraftwerkskapazität auf 680 000 Megawatt. Polen, Tschechien und die Slowakei liegen dabei an der Spitze, Zypern und Malta haben die wenigsten Kraftwerke.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Knapp 680 000 Megawatt Kraftwerkskapazität zur Stromerzeugung wird es ab Mai 2004 in der auf 25 Länder erweiterten Europäischen Union (EU) geben. Die zehn Beitrittsstaaten bringen Kraftwerke mit einer Leistung von etwa 75 000 Megawatt in die EU ein. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Größter Kraftwerksstandort unter den neuen EU-Mitgliedern ist laut Branchenverband Polen mit einer Kapazität von 31 000 Megawatt. Es folgt Tschechien mit 15 000 Megawatt, die Slowakei mit knapp 7800 Megawatt und Ungarn mit 7500 Megawatt Kraftwerksleistung. Zypern mit etwa 1000 Megawatt und Malta mit nahezu 600 Megawatt Kraftwerksleistung zählen zu den kleinsten Kraftwerksstandorten.

Zum Vergleich: Der deutsche Kraftwerkspark einschließlich der Kapazitäten von Industrie und Privaten umfasste laut VDEW im Jahr 2002 Anlagen mit einer Leistung von nahezu 106 000 Megawattstunden.

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