Preissteigerungen

Zahnärzte müssen für Selbstständigkeit tief in die Tasche greifen

Die Existenzgründungskosten für Zahnärztinnen und Zahnärzte sind im Jahr 2011 deutlich gestiegen, wie der aktuelle InvestMonitor Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zeigt.

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Die Existenzgründungskosten für Zahnärztinnen und Zahnärzte sind im Jahr 2011 deutlich gestiegen, wie der aktuelle InvestMonitor Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zeigt. Wer 2011 eine Praxis neu gegründet hat, musste im Schnitt mit 429.000 Euro Kosten rechnen, ein neuer Höchstwert und im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent mehr.

Übernahme einer Praxis ist günstiger

Wird eine bestehende Einzelpraxis übernommen, so kommt es darauf an, wo. In Westdeutschland sanken die Kosten leicht um drei Prozent auf 299.000 Euro. Im Osten aber sind die Kosten um sieben Prozent gestiegen. Dennoch zahlen Zahnmediziner in Ostdeutschland mit durchschnittlich 198.000 Euro noch deutlich weniger als ihre Kollegen im Westen. Etwas mehr als die Hälfte der Zahnmediziner, die sich selbstständig machen, wählten die Übernahme einer Einzelpraxis. Weitere 34 Prozent entschieden sich für eine Gemeinschaftspraxis.

Viele Zahnärzte wagen trotzdem den Schritt

Trotz der hohen Investitionskosten wagen weiterhin viele Zahnärzte den Schritt in die Selbstständigkeit. "Im Vergleich zu anderen Facharztgruppen haben Zahnärzte auf dem Weg in die Selbständigkeit sehr hohe Investitionskosten. Damit sich dieses finanzielle Wagnis auszahlt, sind wir Zahnärzte als Freiberufler auf wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie unternehmerische Freiräume und Planungssicherheit angewiesen," sagte Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).

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