Brandenburg

Zahl der Beschäftigten in Windenergie-Branche gestiegen

Die Zahl der Beschäftigten in der Windenergie-Branche ist in den vergangenen Jahren in Brandenburg deutlich gestiegen. Während 2003 rund 2500 Menschen in den Unternehmen der Branche beschäftigt waren, sind es derzeit 3200.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Groß Dölln (ddp-lbg/sm) - Das sagte der Sprecher des Bundes-Windenergieverbands, Ulf Winkler, am Mittwoch auf den 17. Windenergietagen im uckermärkischen Groß Dölln. Wie in anderen Industriezweigen auch zeichne sich ein Fachkräftemangel ab. Die Branche brauche dringend Städtebauexperten, Architekten, Bauingenieure, Elektroingenieure und Mechaniker.

Die Windenergietage gelten als das größte Treffen der Branche in den neuen Bundesländern. Bis Donnerstag diskutieren Vertreter von Windunternehmen und Lobby-Verbände der Windkraftnutzung über die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windkraft an Land.

Ab 2009 können die Windunternehmen mit weiteren steuerlichen Vorteilen bei den Kommunen um Flächen für Windfelder werben. "Ab 2009 fließen die Gewerbesteuern nicht mehr nur in die Orte, an denen die Windfirmen ihren Sitz haben, sondern zu 70 Prozent in die Ortschaften, in deren Liegenschaften sich die Windfelder befinden", sagte Winkler. Eine Windkraftanlage von zwei Megawatt könnte den Kommunen den Angaben zufolge Steuereinnahmen von bis zu 24.000 Euro jährlich garantieren.

In Brandenburg stehen gegenwärtig Windkraftanlagen mit einer Leistung von 3500 Megawatt. Bis 2020 soll die Kapazität auf 7500 Megawatt erweitert werden.

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