Dienstleistung

Zählerfernauslesung: Eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Ohne den Einsatz der Zählerfernauslesung, die den automatisierten und standardisierten Austausch von Messdaten ermöglicht, werden Energieversorgungsunternehmen in Zukunft nicht überlebensfähig sein. Eine komplette Dienstleistung in diesem Bereich bietet beispielsweise der Stadtwerke-Zusammenschluss EnergiePartner Süd an.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Erfassung und Verarbeitung von Zählerständen ist für Energieversorgungsunternehmen von zentraler Bedeutung: Die Verbrauchsdaten bilden die Grundlage für die Abrechnung und für Sonderkunden müssen Lastprofile erstellt werden, anhand derer das EVU ablesen kann, wie viel Energie es bereitstellen muss. Zudem sieht die Verbändevereinbarung vor, dass der Energieverbrauch fremdversorgter Kunden viertelstündlich archiviert und an die berechtigten Player des liberalisierten Energiemarktes weitergeleitet wird.

Effizient und sicher

Der effizienteste und sicherste Weg der Datenerfassung und –verarbeitung ist die Zählerfernauslesung (ZFA). Handfeste Vorteile sprechen für den Einsatz der ZFA, allen voran ihre Wirtschaftlichkeit: Um zum Beispiel die Zähler von 500 Sondervertragskunden durch Mitarbeiter ablesen zu lassen, entstehen einem EVU bei einmaliger Auslesung pro Monat Kosten in Höhe von nahezu 7500 Euro. Da die Verbändevereinbarung zudem vorschreibt, dass die Daten fremdversorgter Kunden täglich erfasst werden müssen, werden die Kosten – abhängig von der Zahl der fremdversorgten Kunden – weiter in die Höhe getrieben.

Führender Anbieter

Einer der führenden Anbieter der Dienstleistung Zählerfernauslesung ist die EnergiePartner Süd GmbH, ein Verbund, zu dem sich die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen, Friedrichshafen, Mühlacker, Schwäbisch Hall, Ulm und Tübingen zusammengeschlossen haben. Das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen erfasst und verarbeitet bereits die Messdaten für über 20 Kunden. Dazu gehören neben EVU auch Industriebetriebe. Dabei bietet das Unternehmen komplette Dienstleistungs-Pakete. Sie reichen von der Konzeptentwicklung, über Software-Lösungen für die Erfassung und Verarbeitung der Messwerte bis hin zur Bilanzierung von Lastprofilen und der Berechnung von Fahrplanabweichungen. Die Messdaten werden via Festnetz, GSM, Bündelfunk oder Internet übertragen. Zuständig für die Auslesung der Zähler sind die Stadtwerke Schwäbisch Hall. Sie stellen dem Kunden auf Wunsch parametrierte Modems zur Verfügung, die es ermöglichen, jeden Zählertyp abzulesen. Standardisierte Schnittstellen gewährleisten zudem, dass die Messdaten in allen Formaten gesendet und gelesen werden können.

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