Offener Brief

WWF und Greenpeace fordern anspruchsvollen Nationalen Allokationsplan

Die Umweltorganisationen WWF und Greenpeace haben in einem offenen Brief an Bundeskanzler Schröder einen "anspruchsvollen Nationalen Allokationsplan" gefordert. Der bisherige Kompromiss von Umwelt- und Wirtschaftsministerium setze keine Impulse, den Kohlendioxidausstoß zu senken.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt (red) - Mit einem offenen Brief an den Bundeskanzler haben sich die beiden Umweltorganisationen WWF und Greenpeace nun in die Diskussion um die Einführung des Emissionshandels in Deutschland eingeschaltet. Die Verbände fordern einen anspruchsvollen Nationalen Allokationsplan, damit Deutschland in der Europäischen Union ein verlässlicher Partner in Sachen Klimaschutz bleibt.

Der bisherige Kompromiss, den die Staatssekretäre des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums ausgehandelt haben, setzt nach Ansicht der Umweltschützer keine ausreichenden Impulse, um den Kohlendioxidausstoß im dringend erforderlichen Maß zu senken.

Begleitet wird der offene Brief von einer E-Mail-Aktion des WWF. Mit dieser Aktion erinnern die Umweltschützer den Kanzler an sein Versprechen, das er auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im September 2002 gegeben hatte. Damals verkündete Schröder: "Der Klimawandel ist keine skeptische Prognose mehr - sondern bittere Realität. Diese Herausforderung verlangt ein entschiedenes Handeln."

Die Umweltverbände verlangen von Schröder, dass der Emissionshandel in Deutschland ohne Abstriche und zielstrebig umgesetzt wird.

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