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Wuppertaler Stadtwerke erneuern Heizkraftwerk

Die Wuppertaler Stadtwerke installieren im Heizkraftwerk Barmen zwei Gasturbinen mit je 28 Megawatt Leistung, zwei Abhitzekessel, moderne Prozessleittechnik und drei Gasverdichter. Mit der neuen Anlage, können jährlich knapp 300 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. Das Investitionsvolumen beträgt 55 Millionen Euro.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Die Wuppertaler Stadtwerke haben in dieser Woche den Grundstein für eine neue Gas- und Dampfturbinenanlage im Heizkraftwerk Barmen gelegt. Damit wird die Modernisierung der Strom- und Fernwärmeproduktion im Barmer Kraftwerk konkret in Angriff genommen.

Neu installiert werden zwei Gasturbinen mit je 28 Megawatt Leistung, zwei Abhitzekessel, moderne Prozessleittechnik und drei Gasverdichter. Mit der neuen Anlage, durch die die Strom- und Fernwärmeerzeugung in Wuppertal langfristig und auf hohem technischen Niveau gesichert werden soll, können jährlich knapp 300 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. Durch die umweltschonende Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung lässt sich der Kohlendioxid-Ausstoß um schätzungsweise 230 000 Tonnen pro Jahr reduzieren. Das Investitionsvolumen für die Modernisierung des Kraftwerks beträgt 55 Millionen Euro.

Bereits Anfang des Jahres hatte es sichtbare Veränderungen im Zusammenhang mit der Modernisierung am Barmer Heizkraftwerk gegeben: Im Februar 2004 war mit der spektakulären Sprengung des Aschelagers auf dem Kraftwerksgelände die Ära der Kohlenutzung für den Anlagenbetrieb endgültig zu Ende gegangen. Die modernisierte Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2005 in den Dauerbetrieb gehen.

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