Preisentwicklung

Wuppertal: Gaspreise steigen, Strompreis konstant bis Ende 2006

Die Krise des Energiemarktes geht auch an den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) nicht spurlos vorüber. Durch die Koppelung von Gas- und Ölpreis steigen die Bezugskosten für Gas nach Angaben des Unternehmens auf neue Höchststände. Die Strompreise werden dagegen bis Dezember 2006 stabil bleiben.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Wuppertal (red) - Die WSW heben die Gaspreise zum 1. Oktober 2005 um netto 0,6 Cent pro Kilowattstunde an. Das entspricht einer mittleren Preissteigerung von acht Prozent für die Grund- und Ersatzversorgung in Niederdruck, bisher bekannt als Allgemeiner Tarif (z. B. für Warmwasserbereitung und Kochgas) und von etwa 13,2 Prozent bei der Vollversorgung (Heizgas).

In der Grund- und Ersatzversorgung bei einem Jahresverbrauch von 5500 Kilowattstunden betragen die monatlichen Mehrkosten 3,20 Euro. In der Vollversorgung bei einem für ein Einfamilienhaus typischen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet die Erhöhung eine monatliche Mehrbelastung von brutto 11,60 Euro.

Eine gute Nachricht hat das Unternehmen dagegen für seine Stromkunden: Die Preise für elektrische Energie werden bis Dezember 2006 nicht steigen. Die Verbraucher würden dabei von der Umstellung des Stromeinkaufs moderne Beschaffungsstrukturen profitieren. Durch erhöhte Erlöse aus dem Verkauf des in den WSW-Kraftwerken produzierten Stroms konnten die gestiegenen Strompreise nahezu ausgeglichen werden.

Die WSW werden daher für 2006 keinen Genehmigungsantrag beim Wirtschaftsministerium in Düsseldorf zur Erhöhung der Strompreise in den Tarifen für Privathaushalte und kleinere Gewerbebetriebe stellen. Für diese Kundengruppen bedeutet dies eine Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2006.

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