Geschäft mit Wind

WSB setzt Erfolgsgeschichte am Markt der alternativen Energien fort

Zeitig vor Ablauf des Steuerjahres bietet das Dresdner Unternehmen WSB Investoren die Möglichkeit, ihr Geld umweltverträglich in einen neuen Windpark in Reußen bei Halle anzulegen. WSB hat bislang 23 Windparks umgesetzt und beschäftigt aktuell 75 Mitarbeiter.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Dresden (ddp-lsc/sm) - Renditeerwartung und ökologisches Gewissen stehen sich nicht mehr so unversöhnlich gegenüber wie noch vor Jahren. Das Dresdner Unternehmen WSB (Wind, Sonne, Biomasse) bietet Investoren jetzt die Möglichkeit, rechtzeitig zum Ablauf des Steuerjahres ihr Geld umweltverträglich in einen neuen Windpark in Reußen bei Halle anzulegen.

Dazu hat WSB den mittlerweile zwölften Publikumsfonds aufgelegt. Neben den betriebswirtschaftlichen Vorteilen trage der Geldgeber erheblich zum Umweltschutz bei, wenn er auf alternative Energien setzt, sagt Andreas Dorner. Für den 34-jährigen WSB-Begründer und -Geschäftsführer setzt mit der Emission der Anteile an den sieben Windrädern in Reußen die Erfolgsgeschichte der Dresdner Unternehmen für neue Energien fort. Seit der Gründung des Familienunternehmens 1996 seien zahlreiche Vorhaben im Bereich der Warmwasserversorgung, der Photovoltaik und der Windenergie geplant und verwirklicht worden. Die Windenergie nehme dabei einen hohen Stellenwert ein.

Den Angaben nach wurden bislang allein 23 Windparks umgesetzt. Insgesamt befinden sich unter Federführung von WSB 126 Windräder in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Brandenburg und im europäischen Ausland in Betrieb beziehungsweise im Bau. In der installierten Leistung von etwa 142 Megawatt stecken Investitionen von etwa 180 Millionen Euro. Damit habe sich der Systemanbieter aus der Elbmetropole zu einem der führenden in der Branche in Ostdeutschland entwickelt, erklärt Dorner. Darüber hinaus konnten mit dem Unternehmenswachstum auch viele Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Von anfangs drei Mitarbeitern stieg die Belegschaft auf 75 Beschäftigte an.

Das ökologische Bewusstsein, nämlich dass natürliche Ressourcen endlich sind, ist für Dorner selbstverständlich. Entsprechende Solartechnik befinde sich auf dem Eigenheim der Eltern, die ebenfalls bei WSB die Geschäfte mit betreuen. Da werde vom Dach aus genügend Energie produziert. "Wenn mehr Menschen ihren Bedarf mit Alternativ-Energie decken würden, könnten einige Atomkraftwerke eingespart werden", ist sich der Unternehmer sicher.

"Gegenwind" sehe Dorner eher gelassen. Proteste würden mit Halbwahrheiten argumentiert, sagt er. Und Umweltschützer würden als Speerspitzen in der Diskussion bei dem Für und Wider von Windenergieanlagen instrumentalisiert. "Allerdings ist es ganz natürlich, dass Innovationen erst einmal auf Skepsis stoßen", räumt Dorner ein.

Die alternativen Energieerzeuger gehörten heute zum Landschaftsbild wie Eisenbahntrassen oder Autobahnen. Die Akzeptanz sei mitunter gar durch die angebotenen Fonds und Beteiligungen gefördert worden. "Mit dem Finanzgeschäft bestaunen die Menschen die Windräder nicht nur, sondern sie können auch Geld damit verdienen", betont der diplomierte Ingenieur.

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