Gut vorbereitet

Woidke: Start des Emissionshandels ist Zäsur für Brandenburg

Brandenburg will trotz geleisteter Sanierungsarbeiten seine Anstrengungen in der Klimapolitik weiter verstärken. Für den Start des Emissionshandels sei sein Land allerdings gut vorbereitet, betonte der brandenburgischen Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke gestern in Potsdam.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Der Start des Emissionshandels zum 1. Januar 2005 bedeutet nach Worten des brandenburgischen Agrar- und Umweltministers Dietmar Woidke (SPD) für Brandenburg eine "Zäsur". Das Land sei mit seinen modernen Braunkohlekraftwerken gut vorbereitet, betonte Woidke am Dienstag in Potsdam.

Durch die Handelbarkeit von Zertifikaten für den Kohlendioxidausstoß komme ein "völlig neues Instrument der Umweltpolitik zur Anwendung - eine marktwirtschaftliche Methode für den Klimaschutz". Seit Beginn der 90er Jahre wurden in der Mark laut Woidke sowohl bei Großfeuerungsanlagen als auch mit dem abgeschlossenen Altanlagensanierungsprogramm die Emissionen von Luftschadstoffen verringert. Die Inbetriebnahme neuer Industrieanlagen erfolgte mit modernen, umwelt- und energieeffizienten Technologien.

Aufgrund der hohen Kraftwerkskapazitäten wurden laut Immissionsschutzbericht des Landes von 2002 trotzdem rund 62 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestoßen. Diese Zahl zeige die besondere Verpflichtung Brandenburgs zu weiteren Anstrengungen in der Klimapolitik, betonte Woidke.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    Sachverständigenrat warnt vor Gesetz zu CO2-Speicherung

    Die Bundesregierung stößt mit ihren Plänen zur unterirdischen Speicherung von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid bei ihren eigenen Beratern auf massive Kritik. Unterdessen verteidigte der Umweltminister die Speicherpläne der Regierung.

  • Hochspannungsleitung

    Windräder-Volksinitiative in Brandenburg wird wohl scheitern

    Die "Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windenergieanlagen", die dem Landtag knapp 27.000 Unterschriften eingereicht hat, hat offenbar keine Aussicht auf Erfolg. "Auf die Forderungen werden wir keinesfalls eingehen können", sagte SPD-Fraktionschef Günter Baaske am Dienstag.

  • Strompreise

    Berater: Unternehmen unzureichend auf Emissionshandel vorbereitet

    Nach Ansicht der Beratungsgesellschaft LogicaCMG sind die Unternehmen in Deutschland bisher nur unzureichend auf den Emissionshandel vorbereitet. Um unnötige Kosten und hohe Strafen zu vermeiden, sollten sie baldmöglichst ihre Strategien, IT-Systeme und Geschäftsprozesse auf den neusten Stand bringen.

  • Hochspannungsmasten

    Mit Schröders Hilfe: Clement und Trittin beenden Streit um Emissionshandel

    Mehr als fünf Stunden haben Bundeskanzler Schröder, Vize-Kanzler Fischer, Kanzleramtschef Steinmeier und die Minister Trittin und Clement gestern nacht über die Ausgestaltung des Emissionshandels diskutiert - und tatsächlich einen Kompromiss erzielt: 503 Millionen Kilowattstunden dürfen ausgestoßen werden.

  • Strompreise

    E.ON-Chef fordert Energieagenda im Emissionsrechte-Streit

    Die Zeit drängt: Im Streit um die Ausgestaltung des Emissionshandels findet am Wochenende möglicherweise ein Spitzentreffen der Regierungskoalitionen statt. Im "Handelsblatt" forderte E.ON-Chef Bernotat indes ein Gesamtkonzept für die Umweltpolitik und eine Konsolidierung der klimapolitischen Instrumente.

Top