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Woidke: Brandenburg ist bei Klimaforschung weltweit anerkannt

Zur Reduktion von Klimagas stützt sich Brandenburg auf seine Energiestrategie 2010 und das integrierte Verkehrskonzept. Die Nutzung erneuerbarer Energien sei mit ein Schlüssel dafür, jährlich etwa zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen zu vermeiden, sagte der Umweltminister heute in Brüssel.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel/Potsdam (ddp-lbg/sm) - Laut Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) ist Brandenburg in Sachen Klimaforschung ein "weltweit anerkanntes Kompetenzzentrum". Das Land habe in Verbindung mit den deutschen Verpflichtungen seinen Beitrag zur Reduzierung der Klimagasemissionen gemäß dem Kyoto-Protokoll geleistet, sagte der Minister auf einer Konferenz am Dienstag in Brüssel. Für Anfang 2006 kündigte Woidke den ersten Klimaschutzbericht an. Er bezeichnete den Klimawandel als das "wichtigste Thema der Umweltpolitik der Gegenwart".

Zur Reduktion von Klimagas stützt sich das Land Woidke zufolge auf seine Energiestrategie 2010 und das integrierte Verkehrskonzept. Die Nutzung erneuerbarer Energien sei mit ein Schlüssel dafür, dass jährlich etwa zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden könnten. Bei den erneuerbaren Energien habe Brandenburg besondere Potenziale bei nachwachsender Biomasse als Brennstoff und Windkraft für die Stromerzeugung, betonte Woidke. Schon heute decke das Land - unter den Voraussetzungen einer schwachen Nachfrage und bei guten Windverhältnissen - seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien. Ende 2005 könnten zudem an voraussichtlich 40 Tankstellen Erdgas und Biokraftstoffe getankt werden.

Es seien jedoch politischer Konsens und eine wirtschaftliche Notwendigkeit, dass die Braunkohle trotz ihrer Kohlendioxid-Emissionen weiter genutzt werde, bekräftigte Woidke. Brandenburg unterstütze dabei weitere Anstrengungen der Kraftwerksbetreiber zur verstärkten Reduktion der Emissionen.

Im Vergleich mit anderen Regionen Europas ist Brandenburg Woidke zufolge von klimatischen Witterungsextremen oder Naturkatastrophen "nicht übermäßig" bedroht. Dennoch kosteten die Flutkatastrophen 1997 und 2002 dem Land und seinen Gemeinden mehr als 500 Millionen Euro. Für die öffentlichen Haushalte rechne er in Zukunft mit steigenden Aufwendungen zur Erhaltung oder Wiederherstellung gerstörter oder beschädigter Infrastruktur und zum Ausgleich anderer nicht versicherter Schäden durch Natureinflüsse.

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