Stromkosten reduzieren

Wofür Haushalte Strom verbrauchen und wie man ihn sparen kann

Wohin fließt der Strom? Diese Frage stellte sich die NaturEnergie AG und stellte die wichtigsten Haushaltsbereiche zusammen: Heizen, Warmwasser, Kühlen und Gefrieren - das sind die größten "Energiefresser". Stromsparen ist ansonsten gar nicht so schwer - und es hilft vor allem, Kosten zu senken.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wer ein neues Auto kauft, fragt auch nach dem Benzinverbrauch. Moderne Autos sollen sparsam sein, niedrige Treibstoffkosten haben und wenig Schadstoffe ausstoßen. Doch wer kennt schon den Energieverbrauch seiner Elektrogeräte oder die Höhe seiner Stromrechnung? Im Schnitt verbraucht in Deutschland ein Vier-Personen-Haushalt rund 4000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, 1600 Kilowattstunden ein Single. Wofür die Elektrizität benötigt wird und wo eingespart werden kann, hat der Grünstromhändler NaturEnergie zusammengestellt.

Im durchschnittlichen deutschen Haushalt wird Strom nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zu 38 Prozent für Heizen und Warmwasser, 22 Prozent für Kühlen und Gefrieren, 14 Prozent für Waschen und Trocknen aufgewandt. Je acht Prozent entfallen für Kochen und Unterhaltungselektronik, fünf Prozent für Beleuchtung. Der Rest wird von sonstigen Elektrogeräten verbraucht.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat errechnet, dass ein Haushalt bis zu 30 Prozent Energie und somit mindestens hundert Euro im Jahr durch einen bewussten Umgang mit Strom einsparen kann - bei gleichem Komfort. Dazu gehören auch einfache Maßnahmen, die keinen großen Aufwand bedürfen. Fünf bis zehn Prozent Strom spart ein, wer zum Beispiel Geräte völlig vom Strom trennt, statt sie im Stand-by-Betrieb "schlummern" zu lassen. Dabei helfen so genannte "Powersafer", den Neukunden von NaturEnergie geschenkt bekommen: Der Powersafer trennt alle nachgeschalteten Geräte bei Nichtbenutzung komplett vom Netz, die Re-Aktivierung erfolgt über die Infrarot-Fernbedienung des Geräts. Dadurch wird der stromfressende "Stand-by"-Zustand verhindert und man spart jährlich rund 50 Euro Stromkosten. Steckdosenleisten mit Schalter dienen dem gleichen Zweck.

Kühl- und Gefrierschränke sind in aller Regel die größten Stromkiller im Haushalt. Ein neuer Kühlschrank verbraucht bis zu vierzig Prozent weniger Energie als ein zwanzig Jahre altes Gerät. Deshalb sollte man bei Kauf eines neuen Kühlgeräts immer das Energieverbrauchslabel beachten. Bei Kühl- und Gefriergeräten ist es gesetzlich Pflicht, den Energieverbrauch sowie die Energieeffizienzklasse zu nennen. Verbraucherzentralen empfehlen Geräte der Effizienzklasse A oder B. Vom Kauf von Geräten der Klasse F oder G wird abgeraten: Sie sind zwar günstiger in der Anschaffung, doch der Einsparvorteil wird wieder durch die höheren Stromkosten zunichte gemacht. Zudem belasten sie die Umwelt in stärkerem Maße.

50 Prozent weniger Strom kostet es, Frühstückseier im Eierkocher statt auf dem Herd zu bereiten. Und bis zu achtzig Prozent beträgt die Energieeinsparung beim Einsatz von Energiesparlampen anstelle von herkömmlichen Glühbirnen. Sie sind zwar teuerer, amortisieren die Mehrkosten aber durch eine längere Lebensdauer. Am sinnvollsten sind Energiesparlampen in Räumen, in denen das Licht lange angeschaltet ist. Waschmaschinen und Trockner sind ebenfalls große "Stromfresser": Sie verbrauchen durchschnittlich 14 Prozent der Gesamtenergie eines Haushalts. Beim Neukauf sollte man deshalb nach besonders energiesparenden Geräten fragen und stets die Energieeffizienzwerte beachten. Das Fassungsvermögen der Maschine sollte bei jedem Gebrauch voll ausgelastet sein. Beim Kochen spart man durch Schnellkochtöpfe Energie. Und es ist darauf zu achten, dass die Töpfe zur Größe der Platten passen: Mit zu kleinen Töpfen heizt man nur unnötig die eigene Küche auf.

Wer diese Tipps zum Stromsparen beachte werde schnell feststellen, dass seine Stromkosten sinken, so die Naturenergie AG.

Gesparter Strom ist der sauberste Strom

Strom sparen entlastet nicht nur die Haushaltskasse. Es ist auch eine wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Rund vierzig Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes in Deutschland entstehen nach Angaben von Greenpeace bei der Umwandlung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas in Elektrizität. Wer noch mehr für die Vermeidung von Klimagasen tun will, kann zu einem der Anbieter von Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Sonne und Wind wechseln.

Bei der Herstellung von Strom aus regenerativen Energien entstehen keinerlei Abgase. Über 165.000 Haushalte beziehen ihren Strom von der NaturEnergie AG. Deren Strom stammt größtenteils aus Wasserkraftwerken vom Hochrhein, der restliche Teil wird in Solaranlagen produziert. Doch auch mit sauberem Strom, der umweltfreundlicher als herkömmlicher "Egalstrom" ist, soll sparsam und bewusst umgegangen werden, erklärt Andreas Fußer, Vorstand der NaturEnergie AG. "Als Stromhändler leben wir zwar davon, möglichst viel Energie zu verkaufen. Doch wir möchten unseren Kunden vermitteln, dass unser zertifizierter Qualitätsstrom ein wertvolles Gut ist. Dieses Gut sollte nicht verschwendet werden", so Andreas Fußer. Grünstrom ist zwar meist etwas teurer als der "normale" Strommix, doch die Mehrkosten können problemlos durch einen sparsamen und intelligenten Umgang mit Strom wettgemacht werden. Entsprechend lautet auch das Motto des Unternehmens: "Stromkosten reduzieren, ohne auf Lebensqualität verzichten zu müssen".

Jeder Neukunde enthält praktische Tipps zum Stromsparen und profitiert von zahlreichen Kooperationen, die NaturEnergie mit anderen Unternehmen aus dem Energiesektor eingegangen ist. Wer sich beispielsweise eine Solaranlage der Phönix SonnenWärme AG installieren lässt, erhält einen Bonus von bis zu 150 Euro, wenn er einen Stromvertrag bei NaturEnergie abschließt. Wer sich für den Kauf eines Elektroleichtfahrzeugs der Firma mikrobility entscheidet und gleichzeitig einen zweijährigen Stromvertrag mit der NaturEnergie abschließt, erhält einen Bonus von 150 Euro auf das Fahrzeug. Beide Kooperationen basieren auf der Idee der Nullemission: Dem Kunden wird eine nahezu abgasfreie Energieversorgung seines Hauses und eine der umweltschonendsten Fortbewegungen überhaupt ermöglicht.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromvergleich

    Strompreise steigen vielfach zum Jahreswechsel

    Die Strompreise steigen zum neuen Jahr bei vielen Versorgern. Dem Portal Verivox zufolge haben gut 250 Stromanbieter angekündigt, die Preise zu erhöhen. Niedrigere Preise sind dagegen nur bei wenigen Anbietern zu erwarten.

  • Stromvergleich

    Mehrwertsteuer beim Strom: Staat kassiert rund 6 Milliarden Euro

    Strom ist in den letzten Jahren immer teurer geworden. Das liegt aber nicht nur an den Stromanbietern. Einen großen Teil des Strompreises machen nämlich Steuern und Abgaben aus.

  • Strom sparen

    Bundesweite Kampagne für intelligente Stromnutzung gestartet

    Gemeinsam wollen Politik und Wirtschaft den privaten Stromverbraucher dazu animieren, Energie effizienter zu nutzen. Dazu haben die Akteure heute die "Initiative EnergieEffizienz" gegründet. Ihr Ziel ist, eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen im Privatsektor zu erreichen und damit zum Klimaschutz beizutragen. Dabei sollen die Verbraucher auch noch Spaß haben.

  • Hochspannungsmasten

    Strom aus Schweizer Alpen für Berlin

    Aus dem Schmelzwasser der Gletscher rund um den Piz Bernina - dem einzigen 4000er-Gipfel in den Ostalpen - wird im abgelegenen Schweizer Bergtal Puschlav seit 100 Jahren sauberer Strom erzeugt. Seit 1. Oktober 2002 bringt die Energie aus den alpinen Kraftwerken u. a. das Berliner Rathaus, Krankenhäuser und Universitäten zum Erleuchten.

  • Strom sparen

    Solarindustrie fordert Wärmegesetz

    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert derzeit zwar die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, eine vergleichbare Regelung für den Wärmesektor steht jedoch aus. Diese Lücke in der Energiepolitik behindert nach Ansicht des UVS die Markteinführung von Wärme aus Solarkollektoren, Biomasse und Geothermie.

Top