Schlechter Start

Joint-Venture "Nokia Siemens Networks" gestartet

Seit vergangenem Sommer ist bekannt, dass die Netzwerksparten von Nokia und Siemens künftig gemeinsame Sache machen. Zum 1. April erfolgte jetzt der offizielle Startschuss. Das neue Unternehmen wird damit zum drittgrößten Anbieter für Kommunikationsinfrastruktur.

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Nokia Siemens Networks untergliedert sich in fünf Geschäftsgebiete: Radio Access (Zugang für Mobilfunknetze), Broadband Access (Zugang für Festnetze), Service Core and Applications (Telekommunikationsdienste- und anwendungen), IP Transport (Datentransportlösungen für Mobilfunk- und Festnetze) und Operations Support Systems (Unterstützung für Netzbetrieb).

Prognose nach unten korrigiert

Der um drei Monate wegen der Siemens-Korruptionsaffäre verzögerte Start begann allerdings mit einer schlechten Nachricht. Da die Aussichten bezüglich der Marktentwicklung schwächer geworden seien und es in manchen Regionen Anzeichen eines Ausgabenrückgangs gebe, korrigierten Nokia und Nokia Siemens Networks im Bereich Mobil- und Festnetzinfrastrukturen ihre Prognosen für das Jahr 2007 nach unten. Die Unternehmen gehen jetzt für das Jahr 2007 nur noch von einem "sehr geringen" Marktwachstum im Segment Mobil- und Festnetzinfrastrukturen und verwandte Dienste aus. Zuvor erwartete Nokia ein "geringes" Wachstum. Ab sofort werden die Ergebnisse von Nokia Siemens Networks in den Konzernabschluss von Nokia einfließen.

Nokia und Siemens streben bis zum Jahr 2010 jährliche Einsparungen in einer Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro an. Etwa zehn bis 15 Prozent der Arbeitsplätze werden voraussichtlich abgebaut - wo allerdings, steht noch nicht fest. Zudem hat das neue Unternehmen noch keine eigenen Produkte vorgestellt.

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