Richtungsweisend

"Wirtschaftswoche": EdF erwartet Zuwächse bei EnBW

Der französische Stromkonzern Electricité de France erwartet laut der "Wirtschaftswoche" für das Jahr 2003 Zuwächse bei der Energie Baden-Württemberg AG. Konzern-Chef Francois Roussely setzt zudem weiterhin auf die Markenkraft der defizitär arbeitenden EnBW-Tochter Yello - künftig aber müsse man Geld verdienen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" erwartet der französische Energiekonzern Electricité de France (EdF) für das Geschäftsjahr 2003 Zugewinne bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Die EdF ist mit 39 Prozent an dem in Karlsruhe ansässigen Unternehmen beteiligt.

EdF-Vorstand Francois Roussely sagte gegenüber der "Wirtschaftswoche", dass er optimistisch sei, das laufende Geschäftsjahr zufriedenstellend zu beenden. Auch Yello sei - ungeachtet der hohen Verluste, die die EnBW-Tochter einfährt - "ein gutes Produkt". Yello, sagte Roussely, sei mittlerweile eine der bekanntesten Marken in der Bundesrepublik. Von Beginn an habe man gewusst, dass Yello nicht vor 2004 oder 2005 kostendeckend arbeiten würde; der verhaltene Wettbewerb habe sein übriges getan.

Allerdings ließ Roussely auch keinen Zweifel an dem Umstand, dass man künftig nurmehr profitorientiert arbeiten darf: Die EnBW werde nur dann neue Kunden akzeptieren, "wenn damit Geld verdient (wird)", zitiert die Wirtschaftswoche den EdF-Chef.

Das könnte Sie auch interessieren
  • EnBW

    Neuer Chef will EnBW auf grün trimmen

    Es soll keinen Blick in den Rückspiegel mehr geben: Auf die rund 20.000 Mitarbeiter der EnBW, die nach dem Atomausstieg einen hohen Verlust eingefahren hatte, kommen unter der Führung des neuen Vorstandsvorsitzenden Frank Mastiaux einige Veränderungen zu. So soll nicht zuletzt der Ökostrom-Ausbau vorangetrieben werden.

  • Strompreise

    Yello-Gründer eröffnet Studiengang Energiemanagement

    Yello-Gründer Prof. Dr. Michael Zerr will seine Kompetenz auf dem breiten Gebiet Energiewirtschaft weitergeben und hat den neuen Studiengang "Energiemanagement" ins Leben gerufen. Dabei lernen die Studierenden das Thema Energiewirtschaft aus allen Perspektiven kennen.

  • Hochspannungsleitung

    EnBW und EdF setzen auf Internationalität und Regionalität

    Ganz im Zeichen des europäischen Energiemarkts präsentieren sich die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die Electricite de France (EdF) sowie die in Düsseldorf ansässige ENRW Energie Nordrhein-Westfalen GmbH auf der vom 6. bis 8. Mai 2003 stattfindenden internationalen Fachmesse Power Gen Europe.

  • Energieversorung

    EnBW-Chef erwartet von Regulierungsbehörde positive Markteffekte

    Seinen letzten großen Auftritt als Chef eines der größten deutschen Stromkonzerne hatte Gerhard Goll heute bei der Hauptversammlung der EnBW in Karlsruhe. Während er für das Jahr 2003 eine Konsolidierung der vergangenen Zukäufe ankündigte, sieht er das Unternehmen mit Yello für steigenden Wettbewerb durch die Einrichtung einer Regulierungsbehörde gut gerüstet.

  • Stromtarife

    EnBW-Chef Goll fordert in der "Zeit" staatliche Kontrolle gegen Netzmissbrauch

    Kurz vor seinem Abschied als Chef eines der größten deutschen Stromkonzerne, rechnete EnBW-Vorstandsvorsitzender Gerhard Goll in der Wochenzeitung "Zeit" mit dem "Scheinwettbewerb durch den verhandelten Netzzugang" ab. Über den Fortbestand der EnBW-Tochter Yello äußerte er sich trotz Verlusten um 500 Millionen Euro zuversichtlich.

Top