Energiepolitik

Wirtschaftsminister verteidigt Braunkohle-Nutzung in Brandenburg

Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) hat die Energiepolitik der rot-roten Landesregierung verteidigt. Brandenburg müsse sich die Option auf die Braunkohleverstromung offenhalten, sagte Christoffers am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/red) - "Braunkohleverstromung wird mittelfristig im Land Brandenburg eine Rolle im Energieträgermix spielen", fügte der Minister hinzu.

Christoffers räumte ein, dass es bei der Linken nach den Wahlaussagen gegen Braunkohle nun "großen Diskussionsbedarf" gebe. Allerdings werde der Koalitionskompromiss von einer großen Mehrheit mitgetragen. "Wir haben ein Volksbegehren unterstützt, was gescheitert ist. Das hat natürlich auch die politische Ausgangssituation für Verhandlungen nicht gestärkt", sagte der Wirtschaftsminister.

Der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Linken sieht vor, dass in Brandenburg weiterhin Braunkohle verstromt wird. Die Linke hatte im Landtagswahlkampf einen Ausstieg aus der Braunkohle gefordert.

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