Aufforderung zum Handeln

Wirtschaftsminister Brüderle rät zum Stromanbieter-Wechsel

Angesichts deutlicher Strompreiserhöhungen fordert Wirtschaftsminister Rainer Brüderle die Kunden zum Stromanbieter-Wechsel auf. "Die Verbraucher sollten die angekündigten Strompreiserhöhungen zum Anlass nehmen, sich günstigere Stromanbieter zu suchen", sagte Brüderle dem "Hamburger Abendblatt".

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg/Passau (ddp/red) - Wenn viele Verbraucher ihren Stromanbieter wechseln, könne der Wettbewerbsdruck auf die Stromwirtschaft erhöht werden. Außerdem sieht der Wirtschaftsminister in den Preiserhöhungen einen Fall für die Wettbewerbskontrolle. Es stehe den Kartellbehörden frei, Untersuchungen einzuleiten oder eine Missbrauchskontrolle durchzuführen, sagte Brüderle.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Tarifrechner

    RWE und Vattenfall kündigen höhere Strompreise an

    Das Preiskarussell dreht sich munter weiter: Jetzt haben auch die großen Versorger RWE und Vattenfall angekündigt, im kommenden Jahr die Strompreise zu erhöhen. RWE hält sich mit Details noch bedeckt, bei Vattenfall steht jetzt fest, dass die Kunden die höchste Preissteigerung verkraften müssen, die es für Kunden des Konzerns in Deutschland jemals gab.

  • Windrad

    Ökostrom-Anteil lag im Sommer bei 27 Prozent

    Der Anteil der erneuerbaren Energien ist im Sommer vorläufigen Berechnungen zufolge auf etwas über 27 Prozent geklettert. Von Juli bis September betrug er 27,2 Prozent, wie aus vorläufigen Berechnungen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) auf Basis von Daten der Strombörse EEX für die "taz" (Dienstagsausgabe) hervorgeht.

  • Energieversorung

    Steigende Strompreise im Jahr 2009

    Für etwa 14 Millionen Haushalte wird Strom zum Jahreswechsel teurer, doch auch im Laufe des Jahres kommen weitere Preiserhöhungen auf Stromkunden zu. Allein zum ersten Februar haben knapp 80 Energieversorger - darunter die E.ON-Regionalversorger - höhere Strompreise angekündigt.

  • Energieversorung

    14 Millionen Haushalte von Strompreiserhöhungen betroffen

    Zum Jahreswechsel erhöhen erneut viele Stromversorger ihre Preise. Aktuell sind mehr als 14 Millionen Haushalte von den Erhöhungen um durchschnittlich 8,5 Prozent betroffen. Würden alle Kunden den günstigsten Stromtarif wählen, könnten in Deutschland etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.

  • Strompreise

    RWE-Strompreiserhöhung: Bund der Energieverbraucher legt Beschwerde beim Bundeskartellamt ein

    Gegen die Strompreiserhöhung, die der Energiekonzern RWE zum 1. Juli angekündigt hat, hat der Bund der Energieverbraucher Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes, fordert daher alle Kunden auf, sich zu wehren und den Stromanbieter zu wechseln. Vom Kartellamt erwartet er eine schnelle Reaktion.

Top