Moderne Energiepolitik

Wirtschaft und Wissenschaft in NRW gründen Bündnis für Arbeit und Klimaschutz

Ein Bündnis für Arbeit und Klimaschutz, dem u.a. RAG-Vorstandschef Werner Müller, RWE Power-Chef Gert Maichel und Norbert Hüttenhölscher von der Energieagentur NRW angehören, will die Bedeutung eines Energiemixes aus heimischen Energieträgern und moderner Kohleverstromung hervorheben.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen haben in dieser Woche in Düsseldorf ein Bündnis für Arbeit und Klimaschutz vereinbart. Initiator der Initiative ist Landesinfrastrukturminister Axel Horstmann (SPD). Das Bündnis will für eine moderne Energiepolitik werben und energiepolitische Ziele erarbeiten, wie das Ministerium mitteilte.

Ziel soll nach diesen Angaben unter anderem sein, die Bedeutung eines Energiemixes aus heimischen Energieträgern, moderner Kohleverstromung und erneuerbaren Energien sowie eine Verbesserung der Energieausnutzung hervorzuheben. "Die Alternative ist nicht alte oder neue Energie, sondern gute oder schlechte Techniken", betonte Horstmann.

Eine moderne Energiepolitik kenne auch keinen Gegensatz von Arbeit und Umwelt, so der frühere Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Ernst Ulrich von Weizsäcker. Er gehört ebenso zu den Erstunterzeichnern des Bündnisses wie unter anderem RAG-Vorstandschef Werner Müller, RWE Power-Chef Gert Maichel und der Geschäftsführer der Energieagentur NRW, Norbert Hüttenhölscher.

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