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Wirtschaft spendet Millionen für Flutwellenopfer

Am Freitag teilte der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer mit, dass das Volumen an Geld- und insbesondere Medikamentenspenden des Unternehmens nunmehr rund zehn Millionen Euro betrage. Ähnlich wie Bayer haben DaimlerChrysler, Deutsche Telekom, BASF, Siemens, ThyssenKrupp und E.ON Soforthilfe geleistet.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die deutsche Wirtschaft hilft den Opfern der Flutkatastrophe in Südasien mit Millionenspenden. Viele Unternehmen haben nach spontanen Hilfen in den Tagen nach dem Seebeben im Indischen Ozean ihre Hilfe inzwischen aufgestockt. Die Unternehmen würden alles tun, damit die Hilfe für die Flutopfer auch dann weiter trägt, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, betonte der Bundesverband der Deutschen Industrie.

Am Freitag teilte der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer mit, dass das Volumen an Geld- und insbesondere Medikamentenspenden des Unternehmens nunmehr rund zehn Millionen Euro betrage. Nach einer Ersthilfe von knapp 500 000 Euro, die bereits zum Jahreswechsel bereitgestellt wurde, entspreche der Konzern nun in einem zweiten Schritt gezielt dem Bedarf der Hilfsdienste an Arzneimitteln. In einem dritten Schritt werde sich Bayer auch an der langfristigen Hilfe für den Wiederaufbau in den Katastrophengebieten beteiligen.

Ähnlich wie Bayer haben in den vergangenen Tagen fast alle großen deutschen Konzerne über ihre Hilfs- und Spendenaktionen berichtet. Soforthilfen von einer Million Euro und mehr kamen unter anderem von DaimlerChrysler und der Deutschen Telekom, BASF, Siemens, ThyssenKrupp und E.ON. BMW stellte spendete als erste Nothilfe einen sechsstelligen Betrag für verschiedene Projekte und Organisationen im Katastrophengebiet. Im Laufe des Monats würden weitere Projekte geprüft.

Auch das Handwerk beteiligt sich an der Wiederaufbauhilfe. Dazu gehören eigene Spendenzahlungen an Hilfsorganisationen wie auch die Sammlung von Geld- und Sachspenden bei Kunden und Geschäftspartnern für Soforthilfe und den Wiederaufbau.

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