Ausbau

Wintershall will Erdgasförderung in der Nordsee verstärken

Als Konsequenz aus dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine setzt die Kasseler BASF-Tochter Wintershall verstärkt auf Erdgas aus der Nordsee. In den kommenden Jahren sollen mehrere hundert Millionen Euro in die Suche und Förderung nach Erdgas in dieser Region investiert werden, so das Unternehmen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Kassel (ddp/sm) - Wintershall hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen seine bislang größte Erdgasförderplattform in der südlichen Nordsee in Betrieb genommen. Demnächst sollen die Förderaktivitäten auf die britische, dänische sowie norwegische Nordsee ausgeweitet werden. Dort gebe es noch viele kleinere und mittlere Erdgasfelder, die erschlossen werden könnten, sagte Vorstandschef Reinier Zwitserloot.

Nach Zwitserloots Worten bleibt Russland gleichwohl der bedeutendste europäische Partner. Rund die Hälfte des derzeit in Deutschland verbrauchten Erdgases stamme aus den Nordsee-Anrainerstaaten Norwegen, Niederlande, Dänemark und Großbritannien. 35 Prozent kämen aus Russland und 16 Prozent aus deutschen Gasquellen.

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