BASF-Tochter

Wintershall investiert drei Milliarden Euro in Ölfeldersuche

Deutschlands größter Öl- und Gasförderer Wintershall will die Investitionen in den nächsten Jahren erhöhen, um Produktion und Infrastruktur auszuweiten. Zwei Drittel der geplanten Investitionen sollen in die Suche und Erschließung neuer Ölfelder fließen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Kassel (ddp/red) - Bis 2012 werde das Unternehmen mehr als 4,5 Milliarden Euro investieren, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kasseler BASF-Tochter, Rainer Seele, am Donnerstag auf der jährlichen Pressekonferenz.

Von dem Betrag seien mehr als 3,0 Milliarden Euro für die Suche und Erschließung neuer Ölfelder vorgesehen, vor allem in der Nordsee und in Norwegen, sagte Seele. Weitere 1,5 Milliarden Euro will Wintershall demnach in den Ausbau des Gasnetzes und der Speicherkapazitäten beim gemeinsam mit dem russischen Gazprom-Konzern betriebenen Gemeinschaftsunternehmen Wingas stecken.

Die jährliche Produktion soll sich bereits in diesem Jahr auf 140 Millionen Barrel Öläquivalente (boe) von rund 136 Millionen boe im vergangenen Jahr erhöhen, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis soll sich nach dem konjunkturbedingten Einbruch im Jahr 2009 in diesem Jahr "auf hohem Niveau" stabilisieren.

Dabei rechnet Wintershall mit einem sich ebenfalls stabilisierenden Ölpreis von durchschnittlich 75 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem er 2009 im Jahresmittel bei rund 62 Dollar gelegen hatte. Der niedrige Ölpreis war ein Grund für den Umsatzrückgang um über ein Fünftel auf 11,4 Milliarden Euro, den Wintershall 2009 verzeichnete, obwohl sich die Fördermenge um fast fünf Prozent erhöht hatte.

Das Spartenergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro ein. Ein Nettoergebnis wies Wintershall nicht aus. Die Ludwigshafener Muttergesellschaft BASF hatte in ihrem Jahresbericht für die Tochter einen Nettogewinn von 729 Millionen Euro angegeben, was einem Rückgang um knapp ein Viertel entsprach.

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