Zwei Millionen Kilowattstunden Strom

WindWelt AG verkauft 2 MW-Solarkraftwerk an GLS-Bank

Die Bonner WindWelt AG hat den Solarpark Kaufbeuren, der im ersten Halbjahr dieses Jahres ans Netz gegangen ist, an die GLS Gemeinschaftsbank eG aus Bochum verkauft. Das nachhaltig orientierte Finanzinstitut wird das Kraftwerk als Publikumsfonds platzieren.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn/Bochum (red) - Die WindWelt AG hat ihr solares Großkraftwerk in Kaufbeuren an die GLS Gemeinschaftsbank eG aus Bochum verkauft. Das nachhaltig orientierte Finanzinstitut wird den 2 Megawatt starken Solarpark Kaufbeuren als Publikumsfonds anbieten. Damit hat die WindWelt AG erstmals ein solares Großkraftwerk an einen institutionellen Anleger veräußert.

Die Qualitätsmodule für das Kraftwerk - welches durch die WindWelt AG im ersten Halbjahr 2004 ans Netz gegangen ist - stammen aus dem Hause der SolarWorld AG, dem größten Anbieter von Solarstromprodukten in Deutschland. Die Betriebsführung wird in Zukunft in der Verantwortung des regenerativen Energiehauses liegen.

Kraftwerk auf einem Bundeswehrgelände

Errichtet wurde der Solarpark Kaufbeuren auf einer militärischen Konversionsfläche auf dem Gelände eines Fliegerhorstes der Deutschen Bundeswehr. "Wir haben uns vor dem Bau des Kraftwerks bewusst nach solchen Flächen umgesehen, die keine anderen Nutzungsmöglichkeiten bieten. Ehemals militärisch oder industriell genutzte Brachen sind dafür prädestiniert", so Ute Schulmeister, Vorstand der WindWelt AG anlässlich des Verkaufs. "So können Solarparks im Einklang mit den Interessen und der Akzeptanz der Menschen vor Ort realisiert werden. Dies wird auch weiterhin unser Konzept bleiben."

Das Solarkraftwerk in Kaufbeuren soll rund zwei Millionen Kilowattstunden sauberen Strom im Jahr erzeugen und speist diesen in das öffentliche Netz ein. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung erspart die regenerative Energieanlage der Umwelt Emissionen von jährlich rund 2000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid.

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