In der Ostsee

Windpark Kriegers Flak II an Vattenfall verkauft

Der Offshore-Windpark Kriegers Flak II liegt im Länderdreieck Deutschland-Schweden-Dänemarkt und soll einmal 128 Windenergieanlagen mit jeweils fünf Megawatt Leistung umfassen. Die Unternehmensgruppe WPD AG aus Bremen hat das Projekt jetzt an den schwedischen Energieversorger Vattenfall verkauft.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Börgerende/Bremen (ddp-nrd/sm) - Der Offshore-Windpark Kriegers Flak II ist an den schwedischen Energieversorger Vattenfall verkauft worden. Das Nachbarprojekt zu Kriegers Flak I, für das im April von den deutschen Behörden die Baugenehmigung erteilt worden war, liegt ebenfalls im Länderdreieck Deutschland-Schweden-Dänemark und gilt als eines der größtes Offshore-Projekt in der Ostsee.

Mit Vattenfall könnten Genehmigung und Bau des Windparks vor der schwedischen Küste beschleunigt werden, sagte am Mittwoch Christian Schnibbe von der Unternehmensgruppe WPD AG Bremen und WIND-projekt Börgerende, die das Ostseevorhaben gemeinsam geplant hatten.

Kriegers Flak II soll einmal 128 Windenergieanlagen mit jeweils fünf Megawatt Leistung umfassen. Ende vergangenen Jahres wurde dafür der Bauantrag in Schweden eingereicht. Einen Schritt weiter ist der Windpark Kriegers Flak I, der mit 80 Offshore-Anlagen und einer Gesamtleistung von 330 Megawatt etwas kleiner ist als die in Sichtweite geplante "große Schwester". Dem Bau für diesen deutschen Windpark als auch für Baltic 1, eine 30 Windräder umfassende Anlage vor der Küste der Halbinsel Darß Zingst, steht nichts mehr im Wege. Baustart ist für Ende kommenden Jahres geplant.

Trotz Verkauf von Kriegers Flak II bleibe aber die Planungskompetenz in Händen der deutschen Unternehmensgruppe, versicherte Schnibbe. Dafür sei unter anderem ein mehrjähriger Beratungsvertrag abgeschlossen worden. Eine Veräußerung auch des deutschen Kriegers-Flak-Windparks, in den rund 700 Millionen Euro investiert werden sollen, sei nicht ausgeschlossen. Bei der Finanzierung solch großer Vorhaben käme der Investor über kurz oder lang nicht an einem großen Energieversorger vorbei, räumte Schnibbe ein. Unabhängig davon versprächen aber die Offshore- Projekte in der Ostsee die Schaffung und Sicherung einer Vielzahl von Arbeitsplätzen vor allem in Mecklenburg-Vorpommern.

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