Brandenburg

Windkraftgegner haben 13.000 Unterschriften gesammelt

Die Volksinitiative "Gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windrädern" in Brandenburg hat eigenen Angaben zufolge schon 13.000 Unterschriften gesammelt. Dies sagte Thomas Jacob von der Initiative am Montag nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (sm) - Die im April 2008 gestartete Volksinitiative fordert einen Mindestabstand von Windrädern zur Wohnbebauung von 1500 Metern sowie eine Abstandsregelung von zehn Kilometern zwischen den Windeignungsgebieten festzulegen. Das "notorische Brummen" mache die Menschen krank. Kommen bei einer Volksinitiative 20.000 Unterschriften zusammen, muss sich der Landtag mit dem Anliegen befassen.

Den Vertretern der Bürgerinitiative bereitet unter anderem der Inhalt des Energiestrategiepapiers der Landesregierung sorgen, hieß es. Demnach soll der Anteil erneuerbarer Energien des Landes bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent gesteigert werden soll, den größten Beitrag soll dabei die Windenergie mit 45 Prozent leisten. Das entspricht einer Verfünffachung der erzeugten Energiemenge.

Laut Platzeck soll der Abstand von Windanlagen zu Wohngebieten künftig 1000 Meter betragen. Platzeck bezeichnete das Gespräch als "engagierte, zum Teil emotionale Diskussion". Er kündigte an, dass der Dialog fortgesetzt werden solle. Eine Einigkeit sei am Montag nicht erzielt worden. "Es gibt gegen fast jede Art der Energieerzeugung Vorbehalte."

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