Klimaziele gefährdet

Windkraftbranche wehrt sich gegen Imageverlust

Durch die aktuelle Diskussion um die Förderung Windenergie fühlt sich die Winkraftbranche in ihrer Investitionssicherheit bedroht. Nur mit dem weiteren Windkraft-Ausbau auf etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs könne Deutschland sein Klimaziel erreichen, verwies der BWE gestern in Berlin erneut auf die Windkraft als Zukunftsenergieträger.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die aktuelle Diskussion um die Förderung der Windenergie geht insbesondere an der Windkraftbranche selbst nicht spurlos vorüber. Der aktive Bundesverband Windenergie (BWE) versichert immer wieder, dass bei den Subventionsberechnungen der Windkraftgegner u.a. die Folgeschäden von Atomkraft und Kohle nicht einbezogen würden. Die - zum größten Teil - sehr emotionale Diskussion bedroht nun auch die Investitionssicherheit der Branche.

In Berlin wies der BWE gestern erneut darauf hin, dass die Windkraft für Deutschlands internationale Klimaschutz-Verpflichtung eine zentrale Rolle spielt. Nur mit dem weiteren Windkraft-Ausbau auf etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs kann Deutschland sein Klimaziel erreichen. Mit den aktuellen Vorschlägen zur Kürzung der Vergütung für Strom aus Windkraft-Anlagen an Land riskiere das Bundesumweltministerium eine Marktflaute für die deutsche Windbranche. Bisher soll die Vergütung laut Erneuerbare-Energien-Gesetz von jetzt an bis zum Jahr 2010 um 20 Prozent gesenkt werden. Die neuen Vorschläge sehen eine Senkung um 30 Prozent vor. Die Gefahr: Zukunftsmärkte wie Offshore (Windparks im Meer), Repowering (Ersetzen alter Anlagen durch neue leistungsfähigere) und der Export können kurzfristig noch nicht den Markt für den Neubau von Windkraft-Anlagen an Land ersetzen, der durch die zusätzliche Absenkung der Vergütung wegbrechen würde, befürchtet der BWE.

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