Statistik

Windkraft erstmals vorn bei den Erneuerbaren

Windkraft ist erstmals in Deutschland die wichtigste erneuerbare Energiequelle. Die Stromerzeugung aller regenerativer Energien stieg 2004 im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Fünftel, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW). Insgesamt stieg der Anteil der Erneuerbaren an der Nettostromerzeugung auf 9,4 Prozent.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Windkraft war 2004 erstmals in Deutschland die wichtigste erneuerbare Energiequelle zur Stromerzeugung. Wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Dienstag in Berlin meldete, kam sie mit einem Anteil von 4,4 Prozent auf knapp 25 Milliarden Kilowattstunden.

Im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 3,3 Prozent oder 18,9 Milliarden Kilowattstunden. Insgesamt stieg der Anteil der Erneuerbaren an der Nettostromerzeugung von 7,9 auf 9,4 Prozent oder von 44,5 auf 53,7 Milliarden Kilowattstunden. Lauf- und Speicherwasser erhöhte seinen Anteil zwar von 3,3 auf 3,7 Prozent, rutschte jedoch mit 20,9 von zuvor 18,7 Milliarden Kilowattstunden auf Platz zwei im Vergleich der Erneuerbaren ab.

Die Gründe für den Zuwachs bei der Windkraft waren laut VDEW die günstigen Witterungsbedingungen sowie die Förderung des weiteren Ausbaus der Windenergieanlagen. Biomasse kam 2004 auf einen Anteil von 0,9 Prozent, Müll verharrte bei 0,4 Prozent. Der Hauptanteil bei der Stromproduktion lag aber auch 2004 bei der Kernenergie mit 27,8, Braunkohle mit 25,6 und Steinkohle mit 22,3 Prozent. Erdgas belegte wie im Jahr zuvor Platz vier mit einem Anteil von 10,4 Prozent. Der Rest der Stromerzeugung entfiel auf sonstige Energiequellen.

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