Alles wird besser

Windanlagenbauer machen sich Mut

Auf der Windenergiemesse, die derzeit in Husum stattfindet, haben die im VDMA organisierten Anlagenbauer erneut ihre wichtige Rolle in der Energielandschaft der Zukunft deutlich gemacht. Für die Weiterentwicklung der Wertschöpfung brauche die Windindustrie samt Zulieferer aber auch in den kommenden Jahren einen starken deutschen Markt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

"Die Windbranche ist mehr als nur der Anlagenbau." Das betonte Thorsten Herdan, Geschäftsführer im Verband der Investitionsgüterindustrie (VDMA) gestern auf der Windenergiemesse in Husum. "Die Zulieferer generieren den größten Teil der Wertschöpfung. Ein Arbeitsplatz bei den Herstellern zieht drei Arbeitsplätze bei den Zulieferern und weitere drei Arbeitsplätze bei anderen in der Windbranche tätigen Unternehmen wie Planer oder Bauunternehmen nach sich", erläuterte Herdan weiter.

Knapp 3,5 Milliarden Euro Umsatz würden dieses Jahr mit Windenergie erzielt. Davon entfallen rund 0,8 Milliarden Euro auf Infrastrukturmaßnahmen zur Errichtung und Installation der Anlagen. Von den 2,7 Milliarden Euro der eigentlichen Windenergieanlagen entfallen rund 0,4 Milliarden Euro auf die Montage, 0,7 Milliarden Euro auf den Rotor, 0,5 Milliarden Euro auf den Turm und 1,1 Milliarden Euro auf das Maschinenhaus inkl. Antriebsstrang und Steuerung, bilanzierte der Verband. Bei Anlagenherstellern ohne eigene Fertigung werden damit 85 Prozent der Wertschöpfung durch Zulieferer erwirtschaftet.

Deutsches Know-How soll sich auch in Zukunft auszahlen. "Mit der Entwicklung der Offshore-Windenergie stößt die Industrie in neue technologische Dimensionen vor", so Prof. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower AG. "Ziel der Windindustrie ist, den Offshore-Markt mit deutscher Wertschöpfung zu erschließen." Bis 2030 soll die Offshore-Windenergie durch Investitionen von 45 Milliarden Euro 15 Prozent des deutschen Strombedarfs decken.

Die European Windenergy Association (EWEA) prognostiziert, dass zwölf Prozent des Weltstromverbrauchs bis 2020 durch Windenergie erzeugt werden. "Wir haben mit zukunftsweisender Spitzentechnologie weltweit die Führung übernommen. Die Windenergieindustrie erschließt neue Märkte durch Repowering, Offshore-Windenergie und Export. Für die Weiterentwicklung der Wertschöpfung braucht die Windindustrie samt Zulieferer aber auch in den kommenden Jahren einen starken deutschen Markt. An guten Windstandorten im Binnenland muss der Zubau weiter möglich sein", resümiert Herdan.

VDMA-Präsident Diether Klingelnberg sagte gleichzeitig in Frankfurt, dass die Branche im kommenden Jahr mit einem realen Produktionsanstieg von zwei Prozent rechnet.

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  • Download eines VDMA-Hintergrundpapiers zur Windkraft
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