Ingelheimer Aue

Wiesbadener Umweltdezernentin warnt wegen Feinstaub vor Kraftwerk

Vor dem Hintergrund des geplanten Kohleheizkraftwerks auf der Ingelheimer Aue hat die Wiesbadener Umweltdezernentin Rita Thies (Grüne) vor einer weiteren Zunahme der Feinstaubbelastung im Raum Mainz-Wiesbaden gewarnt. Bereits jetzt würden die Grenzwerte oft überschritten, eine Zusatzbelastung müsse vermieden werden.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz/Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Nachdem im Januar schon fast die Hälfte der Tage Überschreitungen der Grenzwerte in der Region aufgewiesen habe, habe die Feinstaubbelastung im Februar nun schon "den dritten Tag in Folge" über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft gelegen, sagte Thies am Freitag in Wiesbaden.

Angesichts dieser Zahlen und Entwicklungen müsse jede weitere Zusatzbelastung vermieden werden, erläuterte die Dezernentin. "Bei austauscharmen Inversionswetterlagen würde der Feinstaub aus dem Kraftwerk nicht großräumig fein verteilt", betonte Thies, sondern bliebe im Raum Mainz-Wiesbaden hängen.

Durch das Kraftwerk würden täglich mehr als 700 Kilogramm Feinstaub in die Luft abgegeben. Ein Gaskraftwerk würde hingegen so gut wie keinen zusätzlichen Feinstaub verursachen, sagte Thies. Pro Jahr sind 35 Überschreitungstage pro Kalenderjahr zulässig. In Mainz seien 2009 schon 17 Überschreitungen registriert worden, in Wiesbaden immerhin 15.

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