Schwanken

Wieder mehr Wasserzufluss im Atommülllager Asse

Im niedersächsischen Atommülllager Asse schwankt der Wasserzufluss erneut. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Montag mitteilte, flossen an der Hauptzutrittsstelle in 658 Meter Tiefe innerhalb von 24 Stunden 11,4 Kubikmeter Wasser in das ehemalige Salzbergwerk.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Remlingen (ddp/red) - Diese Erhöhung der Wassermenge habe jedoch keine sicherheitstechnischen Auswirkungen, hieß es. In den vergangenen Tagen hatte sich der Wasserzufluss zunächst stabilisiert.

Am Sonntag waren nach Angaben des BfS 10,7 Kubikmeter und am Samstag 10,2 Kubikmeter Wasser zugelaufen. Durchschnittlich wird an der fraglichen Stelle ein Wert von 10,5 bis 10,6 Kubikmetern gemessen. Außer auf der 658-Meter-Sohle dringt noch an weiteren Stellen Lauge in die Asse ein.

Bereits vor zehn Tagen waren an der Hauptzutrittsstelle 11,4 Kubikmeter eindringendes Wasser gemessen worden. Schwankungen bei den Mengen an Zutrittswässern könnten immer wieder auftreten, hieß es. Der Laugenzufluss werde "intensiv kontrolliert und laufend bewertet."

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