Untersuchung

Wie bei Waschtemperaturen getrickst wird

Im 60-Grad-Programm waschen Waschmaschinen einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge oft nur mit gerade einmal 50 Grad Celsius. Um eine höhere Effizienzklasse beim Energieverbrauch zu erreichen, müssten die Maschinen mit weniger Strom auskommen, berichtet die Stiftung in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift "Test".

Wäsche waschen© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Die meiste Energie werde dann für das Aufheizen des Wassers verbraucht - mit niedrigeren Waschtemperaturen werde wiederum Strom eingespart. Die Hersteller erreichten die höchste Effizienzklasse A+++ deshalb "nicht mit innovativer Technik, sondern mit einem Trick".

Nur ein Modell hielt die Temperatur ein

Die Stiftung Warentest nahm für ihre Untersuchung 13 Waschmaschinen unterschiedlicher Hersteller unter die Lupe, darunter drei Toplader. Nur ein Modell hielt demnach im 60-Grad-Programm die angegebene Waschtemperatur ein. Bei anderen sei bei nur etwa 50 Grad oder sogar weniger gewaschen worden.

Hersteller erhöhen einfach die Waschdauer

Um trotzdem die Waschwirkung von 60 Grad zu erreichen, werde dann einfach die Waschdauer erhöht. Im Gesamturteil der Tester schnitten aber insgesamt elf der 13 Maschinen mit "gut" ab. Eine Maschine wurde mit "ausreichend" bewertet, eine andere als "mangelhaft".

Quelle: AFP

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