Landschaftsschonendere Lösung?

Widerstand gegen neue Hochspannungsleitung durch Thüringer Wald

Die vom Energiekonzern geplante 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung durch den Thüringer Wald stößt nicht nur auf Zustimmung: Thüringens Verkehrsminister Trautvetter forderte den Stromriesen heute auf, eine Erdverkabelung zu prüfen und sprach sich für eine landschaftsschonendere Tunnellösung aus.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Eisenach (ddp-lth/sm) - In Thüringen regt sich Widerstand gegen eine neue Hochspannungsleitung durch den Thüringer Wald. Verkehrsminister Andreas Trautvetter (CDU) forderte den Energie-Konzern Vattenfall am Dienstag in Eisenach auf, eine Erdverkabelung für eine geplante 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung von Sachsen-Anhalt über Thüringen nach Bayern zu prüfen.

Es sei fraglich, sagte der Minister, ob das Projekt nur mit dem Bau neuer hoher Masten als Strombrücken über den Thüringer Wald zu verwirklichen sei, oder ob es nicht auch landschaftsschonendere Tunnellösungen gebe. Trautvetter sprach sich daher für eine Zusammenlegung der neuen Stromleitung mit vorhandenen Trassen und der bereits vorhandenen technischen Infrastruktur aus. Das müsse in den regionalen Raumordnungsplänen berücksichtigt werden.

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